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Kiel

29. September 2016 | 01:54 Uhr

Marzipan-Manipulation : Mutmaßlicher Coop-Erpresser kommt in U-Haft

vom

Vergiftete Marzipanherzen und geräumte Schulen versetzten Kiel in Aufregung. Der Verdächtige kommt ins Gefängnis, nicht in die Psychiatrie.

Kiel | Der Mann, der die Kieler Handelskette Coop erpresst haben soll, ist seit Dienstag in U-Haft. Das Amtsgericht Kiel erließ einen entsprechenden Haftbefehl. Der 38-Jährige wurde in die Justizvollzugsanstalt Neumünster gebracht. Ein Erpresser hatte von Coop drei Millionen Euro in der digitalen Währung Bitcoin gefordert - und in der vergangenen Woche Eltern und Schüler in Kiel in Angst versetzt: Vor der Reventlougrundschule lagen Marzipanherzen, die mit einem Insektenmittel versetzt waren, am Donnerstag rückten Polizei und Kampfmittelräumdienst wegen einer Bombendrohung in drei Kieler Schulen an. Am Montagmorgen wurde der Verdächtige gefasst.

Geprüft wurde auch die Möglichkeit einer Unterbringung in der Psychiatrie. Nach Angaben von Staatsanwalt Michael Bimler liegen derzeit nach vorläufiger Einschätzung einer psychiatrischen Sachverständigen „nicht genügend Anhaltspunkte vor, dass die psychischen Auffälligkeiten des  Mannes einen solchen Erheblichkeitsgrad haben, dass eine Voraussetzung für eine einstweilige Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus vorgelegen hätte“.

Das Motiv für die Taten ist noch unklar. Bei der Übergabe der Bitcoins soll der Täter einen Weg vorgeschlagen haben, der nach Angaben eines Coop-Vorstandsmitglieds rein technisch gar nicht möglich ist. Bislang äußert sich der Beschuldigte laut Staatsanwalt Bimler weder zur Sache noch zur Person.

 

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erstellt am 20.Sep.2016 | 16:05 Uhr

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