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Kiel

27. Juli 2016 | 23:05 Uhr

Existenzgründer-Wettbewerb : Muschelzüchter gewinnt Gründer-Cup

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Sechs ausgezeichnete Jung-Unternehmen beim Existenzgründungs-Wettbewerb in Eckernförde: Muschelzucht, Software, Bambusräder und Körperarbeit lagen vorn.

Tim Staufenberger produziert seine Ware praktisch im Verborgenen – dennoch wird sie ihm aus den Händen gerissen. Der 37-Jährige züchtet Muscheln in der Kieler Förde und hat mit dieser Idee und dem besten Gründungskonzept den Gründer-Cup in der Kiel-Region gewonnen. Gestern ist er bei der Preisverleihung in der Hauptgeschäftsstelle der Förde Sparkasse in Eckernförde ausgezeichnet worden.

Zum elften Mal sind gestern der Gründer -Cup für die besten Existenzgründer und Innovationen aus Kiel sowie den Kreisen Plön und Rendsburg-Eckernförde verliehen worden. 36 junge Unternehmer haben ihre Geschäftsmodelle und Business-Pläne eingereicht, zehn von ihnen hat die Jury in die engere Wahl genommen und zur Preisverleihung eingeladen. „Existenzgründungen sichern den Wettbewerb, fördern Innovationen und schaffen Arbeitsplätze“, sagte Wilfried Sommer, Vorstandsmitglied des Sponsors Förde Sparkasse bei der von R.SH-Urgestein Carsten Kock moderierten Veranstaltung.

Den ersten mit 3500 Euro dotierten Preis in der Kategorie Start Up hat Tim Staufenberger gewonnen. Im Juni hat er seine „Kieler Meeresfarm“ gegründet (wir berichteten). Seither betreibt er die Zucht von Algen und Miesmuscheln auf einer Fläche von 100 mal 70 Metern vor dem Gelände des Marinfliegergeschwaders und vertreibt die Produkte selbst. An Muschel-Langleinen hängen in bis zu 2,50 Metern Tiefe die einzigen kommerziell vertriebenen Muscheln der Ostsee.

Der zweite mit 2000 Euro dotierte Platz ging an das Kieler Unternehmen traser Software GmbH. Hauke Lamb, Torben Weber und sechs weitere Software- und Vertriebsprofis produzieren voll-integrierte Softwaresysteme für Land- und Baumaschinenhändler.

Den mit 1000 Euro versehenen dritten Platz erhielt Dennis Dujan von der BillSys GmbH. Der junge Kieler Hochschulabsolvent entwickelte eine neue webbasierte Kassensoftware für den Einzelhandel und das Beherbergungsgewerbe, die auf Endgeräten eingesetzt werden kann und die Bargeldvorgänge in Echtzeit abbildet. Alle Gewinner der Kategorie Start Up erhalten neben den Geldpreisen auch eine Radiowerbung im Wert von 3000 Euro.

Einen Preis für die beste Innovation gewann Stephan Naujoks mit seinem Unternehmen snapmobil. Mit seiner Software kann er jede Webseite seiner Kunden in einer Minute in ein Smartphone-freundliches Design transformieren. Preisgeld: 4000 Euro plus Beratungsleistungen im Wert von 1000 Euro.

Einmalig in diesem Jahr zeichnete die Jury die my Boo GmbH mit einem Sonderpreis für ihre Gründungsidee aus: Die Kieler Maximilian Schay und Jonas Stolzke stellen Bambus-Fahrräder her und vertreiben sie. Sie schaffen mit ihren regionalen Partnern Know-how und Ausbildungsplätze in Ghana und für die Kunden hochwertige Fahrräder.

Ebenfalls einen Sonderpreis erhielt Katharina Blanke mit ihrer ganzheitlichen und energetischen Körperarbeit für Mensch und Tier. Sie bietet auf körperlicher, geistiger und seelischer Ebene eine Betreuung für Pferd und Reiter.

Der Gründer-Cup wird von namhaften Unternehmen, Banken und Einrichtungen gefördert und von der Kieler Wirtschaftsförderungs- und Strukturentwicklungs GmbH und der Industrie- und Handelskammer koordiniert. Jedes Jahr suchen die Veranstalter von März bis September die besten Existenzgründungsideen und schütten Gewinne aus – in diesem Jahr im Wert von 23 000 Euro.

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erstellt am 11.Dez.2014 | 06:05 Uhr

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