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Kiel

27. September 2016 | 17:32 Uhr

Kiel-Ravensberg : Manipuliertes Marzipan auf Schulhof: Polizei ermittelt an Kieler Grundschule

vom

Die Schule bekommt eine E-Mail mit dem Hinweis auf die Süßigkeiten. Jetzt werden die Marzipanherzen untersucht.

Kiel | Ein Unbekannter hat auf dem Hof der Reventlou-Grundschule in Kiel-Ravensberg Marzipanherzen abgelegt, deren Verzehr gesundheitliche Beschwerden auslösen könnte. Schwere Folgen oder gar Lebensgefahr schlossen Experten in einem Gutachten aber aus, wie das Landeskriminalamt am Donnerstag mitteilte. „Die Kriminalpolizei Kiel nimmt den Vorfall sehr ernst und arbeitet mit Hochdruck an der Aufklärung des Sachverhaltes“, hieß es. Die Schule hatte in der Nacht zum Dienstag eine E-Mail mit dem Hinweis enthalten, auf dem Hof seien vergiftete Lebensmittel ausgelegt worden. Die Hintergründe sind bisher unbekannt.

Nach Angaben von Bildungsstaatssekretär Dirk Loßack sehen die Ermittlungsbehörden derzeit keinen Anlass, den Unterricht ausfallen zu lassen. „Die Schule, das Schulamt und das Ministerium sind in einem ständigen Austausch mit der Polizei, so dass wir schnell reagieren und informieren können“, sagte Loßack. Er bat Eltern und Schulen, die Schüler darauf hinzuweisen, grundsätzlich keine gefundenen Lebensmittel aufzusammeln oder zu verzehren. 

Nach Eingang der Mail hatte die Schulrätin alle Schulen der Stadt zur Wachsamkeit aufgerufen. Die Polizei veranlasste umfangreiche kriminaltechnische Untersuchungen. Diese ergaben, dass die Süßigkeiten mit einer Substanz versehen wurden. Nähere Angaben dazu wollte das LKA aus Ermittlungsgründen nicht machen. Inwieweit der Verzehr zu einer körperlichen Beeinträchtigung geführt hätte, könne nicht abschließend festgestellt werden.

Abgelegte Süßigkeiten sollten weder verzehrt noch aufgesammelt werden, warnte die Kripo. Sie sucht nach Zeugen. Weitere Vorfälle dieser Art seien bisher nicht bekanntgeworden, hieß es.

Die Polizei hat zudem ein Bürgertelefon für besorgte Eltern und Bürger eingerichtet. Unter der Tel. 0431/1606666 sind die Beamten am Donnerstag (15. September) noch bis 19 Uhr und am Freitagmorgen ab 8 Uhr erreichbar. Zeugenhinweise zum Sachverhalt werden rund um die Uhr über 110 entgegengenommen.

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erstellt am 15.Sep.2016 | 17:52 Uhr

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