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Kiel

09. Dezember 2016 | 01:00 Uhr

Kunst-Protest : „Mahnender Mühlstein“ rollt nach Ellerbek

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Initiative gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen hat ein Privatgrundstück in Ellerbek gefunden. Dort soll der Mühlstein mit der umstrittenen Inschrift aufgestellt werden – die Stadt hatte ihre Genehmigung für einen Platz in der Innenstadt jüngst zurückgezogen.

Mit der Absage aus Kiel wollte sich die Initiative gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen nicht zufrieden geben. Stadträtin Renate Treutel hatte die Genehmigung zur Aufstellung eines Mühlsteins in der Innenstadt zurückgezogen – aus Angst, das Jesus-Zitat „an den Hals gehängt und in die Tiefes des Meeres versenkt“, könnte nicht als biblisches Gleichnis, sondern wörtlich genommen werden (wir berichteten).

Jetzt wird der „Mahnende Mühlstein“ in Ellerbek auf dem Kieler Ostufer aufgestellt. Und weil es sich mit dem Grundstück an der Prinzenstraße 20 um Privatbesitz handelt, ist auch keine städtische Genehmigung mehr vonnöten. Der Vereinsvorsitzende Johannes Heibel freut sich, dass man in der Landeshauptstadt eine engagierte Unterstützerin für das Anliegen gefunden hat.

Seit Mitte 2008 befindet sich der 1,5 Tonnen schwere Mühlstein auf Deutschlandtour. Am Dienstag, 14. Juni, erfolgt um 14.30 Uhr die Einweihung des rollenden Kunstwerks in Kiel. Heibel wird die Beweggründe der bundesweiten Aktion erläutern, anschließend kommen Betroffene zu Wort. Die Kieler Rockband Insomniac Territory mit Oskar Brozek (Schlagzeug), Marius Füll (Gitarre, Gesang) und Änne Petersen (Gesang) wird drei ihrer eigenen gefühlsbetonten Songs vorstellen. Alle Beteiligten, sagt Heibel, engagieren sich bei der Aktion ehrenamtlich. Die Aktion der Initiative soll bis September dauern.

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erstellt am 08.Jun.2016 | 22:09 Uhr

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