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Kiel

10. Dezember 2016 | 17:37 Uhr

Herbstmarkt in Molfsee : Kürbisse, Körbe, Käse fürs Bärenfell

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Bereits am ersten Wochenende zählte der Herbstmarkt im Freilichtmuseum Molfsee über 8000 Besucher. Glas- und Gartenkunst, Nähereien, Korbwaren, Weihnachtsartikel, Spanferkel am Spieß, Stände mit Herbstgemüse – sogar ein Messerschleifer ist bei dem beliebten Spektakel vor den Toren der Stadt wieder dabei.

NDR-Reporterin Meike von der Goltz hatte sich am Sonnabend für ihre Wettervorhersage den Stand des Gartenhauses vom Antikhof Bissee ausgesucht. Und so konnten einige Besucher des Herbstmarktes im Freilichtmuseum Molfsee live mitbekommen, was dann am Abend auf N  3 über die Mattscheibe flimmerte. Das trübe, graue, regnerische Wetter vom Sonnabend sollte sich am Sonntag zu einem trockeneren und wärmeren Klima wandeln – was dem Freilichtmuseum bis gestern Abend denn auch weit über 8000 Besucher am ersten Markt-Wochenende bescherte.

Zufrieden waren sie alle, die Gäste wie die Aussteller. Martha (7) und ihr Bruder Hannes (4) etwa waren von Strande nach Molfsee gekommen, um an Papas Hand über das Gelände zu stromern und beispielsweise den Korbmachern über die Schulter zu schauen. Und Sophie (7) aus Kiel – ihre Eltern gehören dem Förderverein des Museums an – bewies auf der Wiese ihr Geschick, meterlange Seifenblasen zu erzeugen – auf die dann wiederum andere Kinder „Jagd“ machten.

Karin Schlichtenberger und Pia Lumper waren aus Preetz angereist. Sie schlenderten mit Anhang über den Herbstmarkt und durften bei Hauke Petersen den exquisiten würzigen Cruyere-Käse testen. Der Händler aus Pohnsdorf, der mit seinen veredelten Sorten bundesweit über die Gartenmärkte zieht, beschreibt den Spezialkäse mit farbigen Worten: „Man muss ihn zelebrieren. Vielleicht auf dem Bärenfell vor dem Kamin.“

Angetan von der Nachfrage an seinem Stand zeigte sich auch Messer- und Scherenschleifer Volker Windmann aus Ulsnis. Es kamen schon am Sonnabend die ersten Kunden vorbei, um ihre stumpfen Haushaltsgeräte schärfen zu lassen. Die Ankündigung in der Zeitung hatte Wirkung gezeigt. Windmann will langen Atem beweisen: „In zwei, drei Jahren hat es sich eingespielt. Dann wissen alle Besucher, dass ich auf dem Herbstmarkt vertreten bin.“

Gaby Rehr-Unrath, Chef-Organisatorin des angesehenen Herbstmarktes, war gestern Nachmittag genauso entspannt wie die Besucher. Vor der „Kaffee-Stuuv“ saß sie mit dem Becher in der Hand und stellte fest: „Alle Menschen sind sehr fröhlich und sehr geduldig.“ Nach ihren Worten gab es trotz der zeitweiligen Enge keinerlei Zwischenfälle – nicht einmal ein Pflaster musste ausgegeben werden.  

> Der Herbstmarkt läuft noch noch die ganze Woche bis zum Sonntag, 23. Oktober. Teilweise findet zur Halbzeit am Mittwoch ein Ausstellerwechsel statt. Der Eintritt kostet 8 Euro für Erwachsene, ermäßigt sind es 5 Euro. Die Familienkarte ist für 17 Euro zu haben. Geöffnet ist täglich von 9 bis 18 Uhr.

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erstellt am 16.Okt.2016 | 18:57 Uhr

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