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Kiel

24. März 2017 | 23:07 Uhr

Neue Baurätin : Klares Ja für Doris Grondke

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Mit 37 Stimmen wählte die Ratsversammlung gestern Abend Doris Grondke zur neuen Stadtbaurätin. Alle Fraktionen hatten sich für die Architektin und Stadtplanerin ausgesprochen, es gab deshalb nur vereinzelte Enthaltungen und ein ungültiges Votum.

Ab sofort ist Doris Grondke auf Wohnungssuche in Kiel. Die 51-jährige Architektin und Stadtplanerin wird neue Baudezernentin der Landeshauptstadt. Bei fünf Enthaltungen und einer ungültigen Stimme sprachen sich gestern Abend 37 Mitglieder der Ratsversammlung für die Expertin aus Buchholz (Nordheide) als Nachfolgerin von Peter Todeskino aus, dessen Vertrag nach zwölf Jahren an der Förde ausläuft.

Doris Grondke genoss das Vertrauen aller Ratsfraktionen. Sämtliche Sprecher lobten ihre beruflichen Qualitäten – und formulierten vor der geheimen Wahl ihre Erwartungen in die Arbeit der künftigen Stadträtin.

Hans-Friedrich Traulsen (SPD) sprach Kiels besondere Lage am Wasser an und die qualitätsvolle Architektur. Ihm liegt aber auch bezahlbarer Wohnraum am Herzen. Marcel Schmidt (SSW) setzt den Schwerpunkt auf den Neubau von Schulen, Arne Stenger (Grüne) plädiert für moderne Wohnformen und eine ökologisch-nachhaltige Stadtentwicklung.

Stefan Kruber (CDU) zollte – trotz vieler unterschiedlicher Auffassungen in der Vergangenheit – dem Noch-Baurat Todeskino Respekt und wünscht sich auch für Doris Grondke parteipolitische Neutralität. Christina Musculus-Stahnke (FDP) legte den Fokus auf die Bürgerbeteiligung. Als letzter Redner fasste Stefan Rudau die Erwartungen der Ratsversammlung in einem einzigen Satz zusammen. In Richtung Doris Grondke sagte er: „Sie wollen das, Sie können das, und Sie machen das!“

Bevor nach der geheimen Abstimmung die Ratsmitglieder der neuen Baudezernentin die Hand schütteln durften, gab Doris Grondke eine persönliche Stellungnahme ab. Kiel ist in ihren Augen eine „dynamische Stadt“, Bürgerbeteiligung bei Großprojekten soll mehr sein als ein schmales Lippenbekenntnis. Stadtentwicklung will sie als ganzheitliches Vorhaben verstanden wissen, unter Einbeziehung sämtlicher Aspekte städtischen Lebens. Nach ihrer Einarbeitungszeit („Wie lange habe ich?“) will sie konkrete Projektvorschläge unterbreiten. Und ihren Wohnort – derzeit Hamburg – will sie an die Förde verlegen. „Das ist doch selbstverständlich.“  

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erstellt am 16.Mär.2017 | 20:14 Uhr

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