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Kiel

10. Dezember 2016 | 13:50 Uhr

Geplanter Baubeginn 2018 : Kiel: Projektgemeinschaft plant 342 Wohnungen an der Hörn

vom

Wohnungen, Gewerbe, Gastronomie: In der Kieler Innenstadt soll für 120 Millionen Euro gebaut werden.

Kiel | Neuer Anlauf zur Weiterentwicklung der Kai-City Kiel: Geht es nach der Projektgemeinschaft Hörnbebauung, entstehen an der Kieler Hörn ab 2018 in einem neuen Quartier insgesamt 342 Wohnungen – in exklusiver Wasserlage. Nahe Germaniahafen und rund um die Halle 400 will die Gemeinschaft auf drei Baufeldern drei Gebäudekomplexe errichten – mit einem Investitionsvolumen von 120 Millionen Euro. Dafür hat die Projektgemeinschaft um Sprecher Helmut Knüpp von der Wankendorfer Baugenossenschaft jetzt der Stadt als Eigentümerin der Baufelder sowie den Kieler Kommunalpolitikern eine Machbarkeitsstudie samt Konzept vorgelegt.

Auf den drei Baufeldern VIII, XI und XII (rund 11.000 Quadratmeter Grundstücksfläche), die die Stadt der Projektgemeinschaft im September 2015 zur Planung exklusiv reserviert hatte („Anhandgabe“), sollen neben den Miet- und Eigentumswohnungen  mit einer Gesamtwohnfläche von rund  28000 Quadratmetern  weitere insgesamt 5500 Quadratmeter Gastronomie- und Gewerbeflächen sowie ein Parkhaus mit 350 Tiefgaragenstellplätzen entwickelt werden. Knüpp betont: „Durch die Mischnutzung soll ein lebendiges und hochwertiges Quartier mit bezahlbaren Mieten in zentraler Lage und direkter Nähe der Kieler Förde entstehen.“

Die Projektgemeinschaft Hörnbebauung besteht aus zehn  regionalen Immobilienunternehmen und -institutionen. Laut Knüpp ist es „das erste Mal, dass in Kiel in dieser Größe von einer so großen Zahl von Akteuren ein gemeinsames Projekt  in dieser Form umgesetzt wird“.

Eine Bauvoranfrage wurde bereits gestellt. „Wir sind uns sicher, als Akteursgruppe kriegen wir die Bebauung, die sehr anspruchsvoll ist, hin“, sagt Knüpp – auch vor dem Hintergrund der langen Historie  der Kai-City Kiel mit Pleiten, Pech und Pannen. Doch im Moment gebe es  zudem gute  Rahmenbedingungen, „da das Zinsumfeld sehr günstig ist“, betont der Sprecher der Akteurs-Gruppe. Bei einem positiven Bescheid will die Projektgemeinschaft der Stadt  ein förmliches Kaufangebot vorlegen. Zahlen nennen will sie dazu aber nicht.

Helmut Knüpp über das weitere Vorgehen: „Diese Stadt wird  den angebotenen Kaufpreis gutachterlich bewerten lassen.“  Kommt es zum Vertrag – das wäre laut Knüpp noch im Oktober möglich –  ist ein architektonisches Gutachterverfahren der nächste Schritt. So solle eine möglichst attraktive und vielfältige Bebauung  gewährleistet werden.  Auch deshalb dürfte der Baubeginn erst 2018 möglich sein.

Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) bewertet die Pläne positiv: „Die Hörn ist lange in der Warteschleife gewesen. Dass nun fast gleichzeitig die Investitionsbank bauen will und Wohnungen entstehen sollen, ist für die gesamte Entwicklung  gut.“ Mit der  Investitionsbank, die  ihren Sitz an die Hörn verlegen will, führen auch Knüpp und Co. Gespräche: „Wir  loten gemeinsame Interessen aus  – wie die Nutzung einer Kita und eines geplanten Parkhauses.“ Für die übrigen Baufelder sei man  zudem in Gesprächen: „Wir versuchen zu einer  Lösung zu kommen, die das gesamte Gelände umfasst“, sagte Knüpp.

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erstellt am 08.Jul.2016 | 00:15 Uhr

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