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Kiel

09. Dezember 2016 | 10:48 Uhr

Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung : Kiel: Fürst Albert nimmt Deutschen Meerespreis entgegen

vom
Aus der Onlineredaktion

Hoher Besuch an der Förde: Fürst Albert II. von Monaco wurde für sein Engagement als Meeresschützer in Kiel mit dem Deutschen Meerespreis ausgezeichnet.

Kiel | Fürst Albert II. von Monaco ist am Montag in Kiel mit dem Deutschen Meerespreis 2016 ausgezeichnet worden. Er nahm die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung als Präsident des Mittelmeerforschungsrates (CIESM) entgegen. Ohne Initiativen wie CIESM könnten keine Antworten und Lösungen auf die drängenden Fragen zur Zukunft unserer Weltmeere gefunden werden, sagte der EU-Kommissar für Maritime Angelegenheiten, Karmenu Vella, in seiner per Videobotschaft übertragener Laudatio. Der Fürst sei zudem mit seinem langjährigen persönlichen Engagement für den Schutz und die Erforschung der Meere ein „würdiger Preisträger“. Es brauche Persönlichkeiten wie ihn, um den Meeresschutz weiter voranzubringen.

Mit der Auszeichnung werde das langjährige Engagement des Fürsten für die Erforschung, den Erhalt und den Schutz der Meere gewürdigt, sagte der Direktor des Geomar Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel, Prof. Peter Herzig, im Vorfeld der Veranstaltung.

Fürst Albert II. gründete unter anderem 2006 eine nach ihm benannte Stiftung zum Schutz und Erhalt der Natur in der Arktis. Zudem unterstützt er Forschungsprojekte zur Klimaerwärmung und Ozeanversauerung. Die Laudatio bei der Preisverleihung in Kiel will der EU-Kommissar für Maritime Angelegenheiten, Karmenu Vella, halten. Grußworte sprechen unter anderem Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD).

Anschließend will der Fürst in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt den 41. Kongress des Mittelmeerforschungsrates eröffnen. Zu der Veranstaltung werden mehr als 500 Wissenschaftler aus 50 Ländern erwartet. Der Kongress wird erstmals in Deutschland ausgerichtet.

Albert II. gilt als Tausendsassa. Aber eine der Konstanten in seinem Leben ist der Klima- und Meeresschutz. Darin ist er familiär vorgeprägt. In Monaco hatte sein gleichnamiger Ururgroßvater Fürst Albert I 1889 das heute sehr renommierte Museum für Meereskunde („Musée et Institut océanographique“) ins Leben gerufen. Auch die Gründung der Wissenschaftlichen Kommission des Mittelmeeres (CIESM) geht auf den Vorfahren zurück. Der jetzige Fürst wuchs angesichts dessen mit steter Tuchfühlung zur Ozeanographie auf und bekam so Kontakt zu Fach-Koryphäen wie dem legendären Unterwasserfilmer Jacques-Yves Cousteau, der das Museum für Meereskunde viele Jahre als Direktor leitete.

Der Deutsche Meerespreis, den das Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung und die Deutsche Bank seit 2009 jährlich verleihen, ist mit 10.000 Euro dotiert. Zu den bisherigen Preisträgern gehören der ehemalige Bundesminister und Exekutivdirektor des United Nations Environment Programms (UNEP), Prof. Klaus Töpfer, der Bestsellerautor Frank Schätzing, der Klimaforscher Prof. Mojib Latif und der Premierminister der Republik Kapverden, Jose Maria Neves.

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erstellt am 12.Sep.2016 | 12:17 Uhr

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