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Kiel

03. Dezember 2016 | 20:50 Uhr

Umweltpreis : Kasper und die jungen Gärtner

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Mit ihrem Umweltpreis belohnten die Kieler Stadtwerke gestern acht nachhaltige Umwelt-Initiativen in der Region mit insgesamt 10 000 Euro. Über fünf Projekte entschied allein die Öffentlichkeit, drei weitere Auszeichnungen vergab die Jury.

„New York macht es, Berlin macht, Kiel und Preetz machen es auch“ – für diesen unbescheidenen Vergleich erhielt Anke Erdmann im Stadtwerke-Casino viel Beifall. Die Grünen-Landtagsabgeordnete gehörte zur vierköpfigen Jury, die beim Umweltpreis der Kieler Stadtwerke vorbildliche Projekte auszuwählen hatte. Insgesamt hatten sich 34 Initiativen am Wettbewerb beteiligt. Das „Urban Gardening“, das städtische Gärtnern mit Kindern in Preetz, gefiel Anke Erdmann auch deshalb, weil es von Jung und Alt gemeinsam betrieben wird.

Jörg Teupen, im Vorstand der Stadtwerke zuständig für Technik und Personal, beschrieb die Kriterien für die Bewertung der Projekte. Etwas Neues sollten sie bieten, eine bestimmte Reichweite aufweisen und vor allem einen Nutzen für die Gemeinschaft besitzen. Die Stadtwerke hatten den Umweltpreis erstmals „geöffnet“. Über fünf Preise (von insgesamt acht Auszeichnungen) hatte allein das Publikum zu entscheiden – maßgeblich waren die Anzahl der Klicks auf der Internetseite.

Und dabei hatte das Projekt „Solidarische Landwirtschaft Schinkeler Höfe“ die Nase vorn. Dank des Engagements aller Beteiligten versorgen vier Biolandhöfe insgesamt 111 Haushalte mit Gemüse, Milchprodukten, Eiern, Brot, Getreide und Fleisch. Regionale Produkte, kurze Lieferwege, verpackungsarmer Handel – dies alles brachte den Machern in Schinkel Platz 1 und 3000 Euro Siegprämie ein. Über Platz 2 (2000 Euro) durften sich die Preetzer Theodor-Heuss-Schüler mit „Theos Wiese“ freuen. Platz 3 fiel an die kleinen Bienenfreude vom Zwergenhof – sie können sich jetzt dank der Stadtwerke-Prämie von 1000 Euro eine Honigpresse zulegen.

Staatssekretär Ralph Müller-Beck und Ilka Parchim als Vize-Präsidentin der Kieler Universität vervollständigten die Jury. Neben dem städtischen Gärtnern in Preetz erkannte das Gremium auch der offenen alternativen Holzwerkstatt „Werk statt Konsum“ sowie dem „Klimakasper für Kindertagesstätten“ einen Preis zu. Müller-Beck betonte die Möglichkeit, mit der beliebten Kasperfigur wichtige Botschaften zu verkünden und gleichzeitig „Kinderaugen zum Leuchten zu bringen.“
 

Der Umweltpreis der Kieler Stadtwerke ist mit insgesamt 10  000 Euro dotiert. 34 Projekte bewarben sich für den Wettbewerb, der im Sommer ausgeschrieben wurde. Beim Publikumspreis siegten:
>  „Solidarische Landwirtschaft Schinkeler Höfe“ (3000 Euro)
>  „Theos Wiese“ der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule in Preetz (2000 Euro)
>  „Die kleinen Bienenfreunde“ vom Zwergenhof (1000 Euro)
>  „Werk statt Konsum“, eine offene Holzwerkstatt, die auf nachhaltigen Umgang mit Ressourcen setzt
>  „Deckeljäger“ der Grundschule Laboe (beide mit jeweils 500 Euro).

Die Jury zeichnete mit jeweils 1000 Euro aus:
>  „Gärtnern mit Kindern in Preetz“ unter Beteiligung von vier Kitas und einer Grundschule
>  „Lars der Eisbär in Not? Klimakasper für Kindertagesstätten“; das Projekt möchte den Nachwuchs schon früh für die Umwelt sensibilisieren
>  „Werk statt Konsum“ – die Jury prämierte damit ebenso wie das Internet-Publikum die offene Holzwerkstatt.

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erstellt am 07.Nov.2016 | 20:16 Uhr

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