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Kiel

26. September 2016 | 07:21 Uhr

Nach siebenjähriger Bauzeit : Israelisches U-Boot „Tanin“ verlässt Kieler Hafen

vom

Das U-Boot der Dolphin AIP-Klasse wurde unter Polizeischutz aus dem Kieler Hafen gelotst. Nach sieben Jahren Bauzeit ist das 550 Millionen Euro teure U-Boot fertig.

Kiel | Nach siebenjähriger Bauzeit verließ heute das neue israelische U-Boot „Tanin“ der Dolphin-AIP-Klasse unter strengem Polizeischutz und unter Zuhilfenahme des Schleppers „Robbe“ den Kieler Hafen. Das neue U-Boot wurde in der Kieler Werft ThyssenKrupp Marine Systems (HDW) gebaut und ist das nunmehr vierte U-Boot, mit dem die israelische Marine ihre 7. Flottille in Hafia verstärkt.

Das U-Boot verfügt über eine von der Außenluft unabhängige Antriebsanlage, die von den Nordseewerken in Emden und der ThyssenKrupp Marine Systems in Kiel gebaut wurde. Es kann zusätzlich zum dieselelektrischen Antrieb mit Brennstoffzellen betrieben werden. Das Boot kann somit wochenlang unter Wasser bleiben, ohne auftauchen zu müssen. Vom Stapellauf im Mai 2012 bis zur Indienststellung am 30. Juni 2014 vergingen etwas mehr als zwei Jahre.

Auf der „Tanin“ können 35 Besatzungsmitglieder mitfahren. Die getauchte Geschwindigkeit beträgt maximal 20 Knoten (37 Stundenkilometer). Über Wasser erreicht das U-Boot maximal 11 Knoten (20 Stundenkilometer). Die Gesamtlänge der „Tanin“ beträgt 68 Meter. Das U-Boot ist mit zehn Torpedorohren ausgestattet, vier davon mit vergrößertem Durchmesser. Von ihnen aus lassen sich vermutlich mit Nuklearsprengköpfen bestückte Marschflugkörper eines nicht genau bekannten Typs starten. Auch ist das Absetzen von Sondereinheiten möglich.

Die Kosten des U-Bootes belaufen sich auf 550 Millionen Euro, von denen die Bundesrepublik Deutschland ein Drittel trägt. Zwei weitere Boote dieses Typs sollen noch folgen und befinden sich bereits in der Erprobung (U-Boot „Rahav“) sowie im Bau.

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erstellt am 28.Aug.2014 | 16:53 Uhr

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