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Kiel

06. Dezember 2016 | 13:19 Uhr

Kieler Augenarzt : Insolvenzplan eingereicht: Fall Uthoff kurz vor Abschluss

vom

Ein Deal mit dem Augenarzt brachte Ex-Bürgermeisterin Susanne Gaschke zu Fall. Jetzt rückt ein Ende des Streitfalls nahe.

Kiel | In den Fall Uthoff kommt offenbar Bewegung. Wie der NDR meldet, steht das Insolvenzverfahren gegen den Kieler Augenarzt unmittelbar vor dem Abschluss. Der zuständige Insolvenzverwalter Klaus Pannen habe beim Amtsgericht Kiel einen Insolvenzplan eingereicht, über den rund 100 Gläubiger am 24. November endgültig abstimmen.

Die Höhe der Summe, die Uthoff dem Fiskus schuldet, wuchs peu à peu immer weiter. Der Kieler Finanzskandal sorgte bundesweit für Schlagzeilen und führte letztlich zum Rücktritt von Susanne Gaschke.

Die Gläubiger fordern von Uthoff etwa 120 Millionen Euro. Allein die Stadt Kiel macht Gewerbesteuerschulden des Augenarzts in Höhe von 7,8 Millionen Euro geltend. Zudem gibt es offene, aber noch immer strittige Forderungen des Finanzamtes Kiel-Nord in Höhe von rund 29 Millionen Euro. Das Insolvenzverfahren wurde im November 2014 eingeleitet und die Uthoff-Augenklinik in Kiel verkauft.

Über den Fall Uthoff war im Oktober 2013 die damalige Kieler Oberbürgermeisterin Susanne Gaschke gestolpert. Sie hatte ihm in einer Eilentscheidung ohne vorherige Beteiligung der Ratsversammlung Zinsen und Gebühren in Höhe von 3,7 Millionen Euro erlassen. Uthoff sollte nur noch die ursprüngliche Gewerbesteuerschuld in Höhe von 4,1 Millionen Euro in Raten abführen. Mit diesem Deal wollte Gaschke zumindest einen Teil der offenen Forderung sichern. Der Deal wurde später als rechtswidrig eingestuft.

Inzwischen gilt es als sicher, dass die Stadt Kiel deutlich weniger aus der Insolvenzmasse bekommt als Gaschke damals mit Uthoff aushandelte. Insolvenzverwalter Pannen gibt laut NDR an, er habe sich mit den größeren Gläubigern auf Eckpunkte zur Aufteilung der Insolvenzmasse geeinigt.

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erstellt am 19.Okt.2016 | 13:37 Uhr

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