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Kiel

27. März 2017 | 16:28 Uhr

Wirtschaft in Deutschland : IfW prognostiziert 1,7 Prozent Wirtschaftswachstum

vom

Die Auftragsbücher der Industrie sind voll, wegen vieler Feiertage an Wochentagen falle das Wachstum aber geringer aus.

Kiel | Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) hält an seiner Wachstumsprognose von 1,7 Prozent für 2017 in Deutschland fest. Verschiedene Frühindikatoren zeigten deutlich nach oben, die Auftragsbücher der Industrie seien voll, teilten die Konjunkturforscher am Donnerstag mit. „Die deutsche Wirtschaft driftet nach und nach in die Hochkonjunktur“, erklärte der Leiter des IfW-Prognosezentrums, Stefan Kooths.

Da 2017 verhältnismäßig viele Feiertage auf einen Werktag fallen, werde die Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) jedoch hinter der des Vorjahres von 1,9 Prozent zurückbleiben. Für das kommende Jahr erwartet das Institut ein Wachstum von 2,0 Prozent.

Harsch kritisierte Kooths SPD-Pläne für ein länger zu beziehendes „Arbeitslosengeld Q“. „Die gute Konjunktur sollte nicht dazu verleiten, fiskalisch aus dem Vollen zu schöpfen und wichtige Reformen, die die Grundlage für Wohlstand und niedrige Arbeitslosigkeit sind, für obsolet zu erklären“, erklärte er. Bei der Qualifizierung von Arbeitskräften komme es vor allem auf eine „marktgerechte, möglichst präventiv wirkende betriebliche Weiterbildung“ an.

Für die Teilnahme an öffentlich finanzierten Qualifizierungsmaßnahmen sollten bessere Beschäftigungschancen der Anreiz sein, „nicht aber die Aussicht auf eine Belohnung in Form längerer Arbeitslosengeldbezüge“.

Treibende Wirtschaftskraft ist nach Auffassung des IfW nicht mehr nur der Konsum, der an Dynamik verliere, sondern auch Exporte und Investitionen. Die Inflation sieht das Institut für 2017 und 2018 bei 1,8 Prozent.

Dagegen erwartete das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) in seiner jüngsten Prognose, dass sich das Wachstum abschwächt und in diesem Jahr 1,1 und im kommenden Jahr 1,6 Prozent beträgt.

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erstellt am 09.Mär.2017 | 11:57 Uhr

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