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Kiel

06. Dezember 2016 | 09:22 Uhr

Vorstandschef Stefan Ermisch : HSH Nordbank schreibt mit Kernbank weiter schwarze Zahlen

vom

Der Vorstandschef der HSH-Nordbank richtet die Landesbank auf den Verkauf aus.

Kiel | Die HSH Nordbank hat nach der Übertragung von faulen Krediten auf eine Zweckgesellschaft mit ihrer Kernbank im ersten Halbjahr 2016 erneut einen Gewinn erzielt. Das Konzernergebnis nach Steuern stieg im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr von 147 Millionen Euro auf 160 Millionen Euro. Das teilte die Landesbank für Hamburg und Schleswig-Holstein am Freitag mit.

Sie sehe sich auf Kurs für den 2018 anstehenden Eigentümerwechsel, teilte die Bank mit. In der von Altlasten dominierten Abbaubank sei erwartungsgemäß ein Vorsteuerverlust von minus 90 Millionen Euro angefallen. Der Verkaufsprozess für die Landesbank beginnt aber erst, wenn die Geschäftszahlen für das Jahr 2016 vorliegen.

Die EU-Kommission hatte in diesem Jahr endgültig eine Erhöhung der Ländergarantien für die Landesbank für Hamburg und Schleswig-Holstein auf zehn Milliarden Euro genehmigt, im Gegenzug aber den Verkauf des Instituts bis 2018 durchgesetzt. In einem ersten Schritt hatte die HSH jüngst faule Schiffskredite in Höhe von fünf Milliarden Euro an eine Zweckgesellschaft der Länder übertragen. Somit ist das Institut nicht mehr der größte Schiffsfinanzierer der Welt.

Bis Mitte des kommenden Jahres will die HSH Nordbank weitere notleidende Kredite aus den Bereichen Schifffahrt, Immobilien und Flugzeugfinanzierung sowie Erneuerbare Energien auf dem freien Markt verkaufen mit einem Volumen von 3,2 Milliarden Euro. Infolgedessen würden sich die gesamten Altlasten aus faulen Krediten in Höhe von 16 Milliarden Euro halbieren.

Die HSH Nordbank bereitet sich weiter auf ihren Verkauf vor. Vorstandschef Stefan Ermisch ist nach eigenem Bekunden dabei, die Kapitalausstattung zu verbessern, die Refinanzierung abzusichern und die Effizienz zu steigern.

Die Länder dürfen für eine Übergangszeit von vier Jahren noch maximal 25 Prozent behalten. Er erwarte, dass es einen strategischen Käufer geben wird, hatte Vorstandschef Stefan Ermisch der Wochenzeitung „Die Zeit“ gesagt. Eine Abwicklung hält er für die „teuerste aller Varianten“.

 

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erstellt am 26.Aug.2016 | 11:59 Uhr

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