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Kiel

04. Dezember 2016 | 23:23 Uhr

„Straßen Journal“ : „Hempels“ warnt vor neuem Straßenmagazin in SH

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Es werde versucht, Verkäufer von „Hempels“ zu verdrängen - auch in Hamburg.

Kiel | Hamburgs Platzhirsch „Hinz und Kunzt“ bekommt die Konkurrenz schon seit ein paar Monaten zu spüren. Jetzt beklagt sich auch das schleswig-holsteinische Straßenmagazin „Hempels“ über den Neuen auf dem Markt. Der Neue heißt „Straßen Journal“ und versucht offenbar verstärkt, auch auf dem Markt im nördlichsten Bundesland Fuß zu fassen.

„Hempels“ ist ein Projekt, das Bedürftigen helfen soll, etwas dazuzuverdienen. Wenn zu viele Verkäufer auf dem Markt sind und die Konkurrenz zu groß wird, ist das jedoch kaum mehr möglich.

Die Straßenmagazine, die meist von Obdachlosen oder Menschen mit sehr geringen finanziellen Mitteln verkauft werden, fürchten um ihr gutes Image. Sie werfen dem „Straßen Journal“ vor, mit unsauberen Mitteln zu arbeiten. Es werde versucht, Verkäufer von Hempels zu verdrängen. „Wir haben die Befürchtung, dass unsere Verkäufer auf der Strecke bleiben”, sagt Hempels-Geschäftsführer Reinhard Böttner.

Die Streitereien an Verkaufsplätzen könnten außerdem dazu führen, dass die Verkaufsplätze gefährdet würden. Jens Ade, Geschäftsführer von Hinz und Kunzt, spricht sogar von Bedrohungen. Ein Verkäufer habe ihm berichtet, dass er aufgefordert wurde zu verschwinden, sonst würde man ihn abfackeln.

Martin Sjirkov, Vorsitzender des Vereins „Straßen Journal Deutschland“, der das umstrittene Magazin herausgibt, weist diese Vorwürfe strikt zurück. Alle seine Verkäufer seien registriert und hätten einen nummerierten Ausweis mit Foto. Wenn einer dieser Männer auffällig werden würde, würde ihm sofort der Dienstausweis entzogen und er würde keine Magazine mehr zum Verkauf erhalten.

In diesem Jahr ist das Straßenmagazin „Hempels“ 20 Jahre alt geworden. Lesen Sie hier, wie das System des Straßenmagazins funktioniert.

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erstellt am 21.Okt.2016 | 06:46 Uhr

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