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Spiel-App „Super Mage World“ : Heldin „Trisha“ aus Kiel rettet die Welt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Kieler Bastian Petersen hat seine Leidenschaft für das Programmieren neu entdeckt - heraus kam ein Jump'n'Run-Spiel.

„Trisha“ hat eine Mission: Sie muss die Welt vor großem Unheil retten. Dafür muss sie den gestohlenen „Wizard Stone“ des Königs zurückbringen. Auf ihrer Suche legt sie sich mit Gegnern an, muss Wüste wie Winterwelt, Wald, Schloss oder Pyramide durchqueren. Im Jump’n’Run-Spiel „Super Mage World“ hängen alle Hoffnungen an der Heldin mit den langen braunen Haaren.

 

„Trisha“ war eigentlich nicht für die Öffentlichkeit, sondern nur für ein ganz besonderes Mädchen gedacht: die damals sechsjährige Nichte von Bastian Petersen. Sie allein sollte die pixelige Heldin durch all ihre die Abenteuer steuern. „Mein Bruder fand’s toll“, sagt Petersen, seine Nichte auch. Feedback, das den Entwickler animierte, sein Spiel weiterzuentwickeln. „Es fühlt sich an wie Super Mario für 2017“, sagt Petersen. Tatsächlich habe er den kleinen Klempner von Nintendo früher oft selbst durch die Abenteuer gesteuert.

Der Kieler programmiert seit Kindertagen, sein erstes Spiel entwickelte er im Alter von zwölf Jahren, erzählt er. Gelernt habe er das von seinem Vater, einem Informatiker. Nach jahrelanger Programmier-Abstinenz habe er zurückgefunden zu seiner Leidenschaft und habe sich die nötigen Fähigkeiten selbst angeeignet. „Ich bin wieder voll drin.“

In den vergangenen 15 Monaten bestimmte dieser Weg zurück in die Welt der Codes seinen Alltag: Zwischen acht und zwölf Stunden saß der 37-Jährige an der Entwicklung und Umsetzung des Spiels. Sein ganzes Herzblut stecke darin.

An seiner Seite: die Sozialpädagogin Gisela Jacobshagen, außerdem seine Lebenspartnerin. Neben Ideen steuerte die 38-Jährige die passende Musik bei – zehn Monate lang habe sie an den selbst komponierten Stücken gearbeitet, erzählt Petersen. So wie für ihn das Entwickeln sei für sie die Musik eine Leidenschaft seit Kindertagen.

Auch als Beraterin sei Jacobshagen tätig: Das Geschlecht des Hauptcharakters habe der Entwickler auf ihr Anraten hin geändert. Das Argument: es gibt in Computerspielen doch schon viel mehr männliche Helden als weibliche. Auch die Gegner im Spiel waren nach Ansicht der Kielerin zu gruselig für Kinder. „Ohne sie wäre das Spiel wahrscheinlich FSK 18 geworden“, sagt Petersen und lacht.

Für kleinere Kinder hat Petersen bald ebenfalls Spiele im Angebot – für interaktives und gemeinsames Lernen mit den Eltern. Der Markt sei da, sagt Petersen, ebenso allerdings auch viel Konkurrenz.

Mit seinen Ideen macht er sich nun selbstständig – neben den Kinderspielen mit Lerninhalten sei ein Weltraum-Strategiespiel in Planung, Kontakte mit Unternehmen für Produkt- und Werbespiele würden geknüpft. Eine zweite Episode von „Super Mage World“ mit dem Titel „Die erste Welt“ veröffentlicht er am 15. März – zunächst allerdings nur für Android.

> „Super Mage World“ steht kostenlos im Google Play Store zum Download. Zwischen den Levels gibt es Werbeeinblendungen. Weitere Infos auf der Facebook-Seite.

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erstellt am 13.Mär.2017 | 12:55 Uhr

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