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Kiel

08. Dezember 2016 | 23:12 Uhr

Nordjob : Gesucht: Die passende Ausbildung

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Auf der Nordjob, die am heutigen Mittwoch zu Ende geht, stellen 106 Aussteller Schülern die untertschiedlichsten Ausbildungsberufe vor. Gedacht ist die Messe als erste Orientierung, aber die Unternehmen suchen auch nach geeigneten Bewerbern für freie Lehrstellen.

In erster Linie soll sie Orientierung bieten. Die Messe Nordjob will Schülern frühzeitig – am besten ein Jahr vor ihrem Schulabschluss – zeigen, welche Ausbildungswege überhaupt existieren. Nordjob dient den beteiligten 106 Ausstellern aber auch dazu, den eigenen Nachwuchsmangel zu beheben. Gegenwärtig sind für das nächste Ausbildungsjahr, das am 1. September beginnt, nämlich erst knapp über 4000 Verträge unterschrieben. 10  000 aber sollen es insgesamt werden.

„Wir sind auf einem guten Weg“, erklärte gestern Hans-Joachim Beckers, bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) zuständig für Aus- und Weiterbildung. Die IHK organisiert die Nordjob-Veranstaltung gemeinsam mit dem Institut für Talententwicklung (IFT) flächendeckend im Land: Fünf Messen in Flensburg, Lübeck, Neumünster, Horst (bei Elmshorn) und Kiel sollen nach Möglichkeit jedem Schüler einen Besuch ermöglichen. Meist bereiten die Klassenlehrer den Besuch vor und buchen auch gezielte Termine. Für die Nordjob in Kiel wurden laut Beckers „10  450 passgenaue Gespräche“ zwischen Schülern und „Berufsinhabern“ vereinbart.

Das gefällt auch Stadträtin Renate Treutel. Nach ihren Worten braucht der Jugendliche einen „guten Kompass“, um sich auf dem Lehrstellenmarkt zurechtzufinden. Nordjob bietet in ihren Augen die wichtigste Plattform für die Zukunftsentscheidung junger Menschen. Zumal die Messe im Vorfeld bereits die Eltern „mitgenommen“ hat: Mit Parentum versuchen die Veranstalter, auch die Mütter und Väter auf die veränderte Berufswelt einzustellen – auf dass sie ihrem Nachwuchs gezielte Tipps geben können.

Neben der Ausbildung bei Polizei, Zoll oder Bundeswehr sind gegenwärtig Azubi-Stellen etwa im Bankgewerbe, in der Immobilienbranche oder auch im Hotelgewerbe stark nachgefragt. Dabei hat Madelein Jauer vom Kieler „Atlantic“ festgestellt, dass die Verdiensthöhe nicht das wichtigste Kriterium der Jugendlichen ist. Sina Bahlburg (15) aus Felde ließ sich in erster Linie die Aufgaben einer Hotelfachfrau erklären.

Anton Goeser (17) aus Rendsburg und Hasan Vural (16) aus Kiel löcherten die junge Tischler-Azubi Lisa-Marie Schälke mit ihren Fragen. Praktikum und Berichtshefte, Maschinen-Lehrgänge und Baustellen-Einsätze sind ihnen wichtiger als der monatliche Verdienst, der je nach Lehrjahr zwischen 400 und 600 Euro liegt.  



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Die Messe Nordjob in der Sparkassen-Arena ist heute noch von 8.30 bis 14.45 Uhr geöffnet. Es muss nicht unbedingt die gesamte Schulklasse sein, auch Einzelpersonen sind gerne gesehen. Der Eintritt ist frei. Eine „Last-Minute-Börse“ informiert über aktuelle unbesetzte Lehrstellen. Die Palette der Berufe reicht von A (wie Altenpfleger) bis Z (wie Zerspanungsmechaniker).

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erstellt am 31.Mai.2016 | 12:29 Uhr

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