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Kiel

10. Dezember 2016 | 15:52 Uhr

Attacke im Zug nach Kiel : Gericht: 34-Jährige muss für Angriff mit Beil in die Psychiatrie

vom

Die junge Frau griff eine Mitreisende im Wahn an. Das Opfer wurde dabei leicht verletzt.

Kiel | Für eine Beilattacke auf eine Mitreisende im Regionalzug nach Kiel muss eine 34-Jährige in die geschlossene Psychiatrie. Das entschied das Kieler Landgericht am Donnerstag. Nach Auffassung des Gerichts hat die wahnerkrankte junge Frau bei erfolgreicher Behandlung aber gute Aussichten, in überschaubarer Zeit in ein therapeutisches Wohnprojekt mit entsprechender Betreuung wechseln zu dürfen.

Die an paranoid halluzinatorischer Schizophrenie leidende Frau hatte am 29. Februar im Wahn plötzlich mit einem Beil auf die Mitreisende eingeschlagen. Die 58-Jährige konnte die Attacke jedoch abwehren und wurde nur leicht verletzt. Zu Hilfe kam ihr dabei, dass der Hund der Beschuldigten während des Angiffs ausbüxte und die 34-Jährige ihm hinterher lief.  

Die Beschuldigte hatte zu Beginn des Sicherungsverfahrens geschildert, sie habe im Gespräch mit der Mitreisenden plötzlich im Wahn geglaubt, die Frau sei „ein Klon und beauftragt, mich sie zu töten“. Daraufhin habe sie die Frau mit dem Beil aus ihrer Tasche attackiert. Die 34-Jährige leidet nach eigenen Worten seit Jahren an Waschzwang und Wahnvorstellungen. Sie ist seit Anfang März in einer geschlossenen Fachklinik untergebracht. Durch die Behandlung habe sie sich inzwischen wieder voll unter Kontrolle, sagte sie.

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erstellt am 06.Okt.2016 | 12:13 Uhr

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