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Kiel

27. Mai 2016 | 23:55 Uhr

„Nein heißt Nein!“ : Frauen-Demo vor dem Ministerium

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

„Nein heißt Nein!“ – Mit dieser Parole hat ein breites Bündnis von Frauen-Organisationen gestern, am internationalen Frauen-Tag, vor dem Justizministerium für ein „praxistaugliches und opfergerechtes Sexualstrafrecht“ demonstriert. 100 Teilnehmerinnen hatten die Veranstalterinnen angemeldet, im Rahmen ihres „Flash-Walks“ zogen am späten Nachmittag dann aber schätzungsweise 300 Frauen durch die Kieler Innenstadt.

„Wir haben das auf dem Schirm“, bekundeten viele Teilnehmerinnen und entfalteten ihre kobaltblauen Schirme, die das Kieler Präventionsbüro Petze extra für den Frauentag angefertigt hatte. Angela Hartmann, Landeskoordinatorin der Frauenberatung, überreichte Schleswig-Holsteins Justizministerin eine Resolution, die bislang nahezu 120  000 Frauen unterschrieben hatten. Hintergrund: Schleswig-Holstein hat sich im Gegensatz zu anderen Bundesländern noch nicht für die Novelle des Sexualstrafrechtes ausgesprochen.

Anke Spoorendonk allerdings unterstützt diese Forderung nach einer Stärkung des Rechts auf sexuelle Selbstbestimmung. Sie hält eine gesetzliche Neu-Regelung für „überfällig“. Die Ministerin stellte gestern auch klar: „Ich halte es für eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Allein mit den Mitteln des Strafrechts werden wir das Problem nicht lösen können.“

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erstellt am 08.Mär.2016 | 18:47 Uhr

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