zur Navigation springen

Kiel

09. Dezember 2016 | 10:50 Uhr

Agentur für Arbeit : Erste Frau an der Spitze

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Wechsel ist vollzogen. Nach 15 Jahren an der Spitze der Agentur für Arbeit in Kiel geht Wolf-Dieter Schmidtke-Glamann (63) in den Ruhestand. Seine Nachfolgerin ist mit Petra Eylander (57) eine Frau aus dem Führungsstab der Regionaldirektion Nord. Sie leitete zuletzt das landesweite Projekt zur Integration von Flüchtlingen in den hiesigen Arbeits- und Ausbildungsmarkt.

Die gebürtige Heiderin ist seit 1978 in Diensten der Arbeitsagentur und – nach acht männlichen Vorgängern – die erste Frau auf dem Chefposten in Kiel. Stolz wies Margit Haupt-Koopmann, die Leiterin der Regionaldirektion Nord, auf die relativ gute Frauen-Quote hin: Mittlerweile sind drei (von sieben) Arbeitsagenturen in Schleswig-Holstein in weiblicher Hand.

Petra Eylander leitet eine Dienststelle mit rund 1000 Mitarbeitern, sie ist zuständig für die Stadt Kiel und den Kreis Plön. Dringende Aufgaben sind nach ihren Worten die Bewältigung des drohenden Fachkräftemangels und zugleich die Verringerung der großen Zahl an Langzeit-Arbeitslosen – gegenwärtig sind es landesweit 34  000 Frauen und Männer. Auf der anderen Seite sind 10  000 junge Arbeitslose gemeldet, über die Hälfte besitzt keinerlei Schulabschluss. Die Einrichtung der geplanten Jugend-Berufsagentur wird für die neue Chefin deshalb eine der ersten Aufgaben sein.

Petra Eylander ist seit nahezu drei Jahrzehnten in Kiel zu Hause. Wann immer sich nach Feierabend die Möglichkeit bietet, greift die AA-Chefin zum Tischtennisschläger. Einst spielte sie in der 2. Bundesliga, heute ist es die Bezirksliga beim KTB. „Tischtennis ist Mannschaftssport“, sagt sie – und nach diesem Motto will sie auch ihre neue Chefrolle in der Arbeitsagentur meistern.

zur Startseite

von
erstellt am 28.Okt.2016 | 19:26 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen