zur Navigation springen

Kiel

05. Dezember 2016 | 01:30 Uhr

Nacht der Museen : Erleben, entdecken, experimentieren

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Vorverkauf zur Museumsnacht am Freitag, 26. August, läuft an. Erwartet werden wieder Tausende von neugierigen Besuchern. Wer Ticket bucht, kann Bus, Bahn und sogar den Fördedampfer zwischen Ost- und Westufer kostenlos nutzen.

Mit dem Computer Mühle spielen, Friedenskraniche basteln, die sogenannten „Kielfische“ gießen, den Alltag einer römischen Legion kennenlernen, eine musikalische Zeitreise durch die 50er-Jahre antreten, Jagdstrategien der Tierwelt erkunden – dies alles und noch viel mehr könnt’ ich machen, um in Worten des Pop-Poeten Rio Reiser zu sprechen, wenn ich zur Museumsnacht geh’. Die Großveranstaltung läuft traditionell am letzten August-Freitag – am 26. August öffnen von 19 bis 24 Uhr insgesamt 25 Häuser ihre Türen.

Die Museumsnacht fand zur Jahrtausendwende zum ersten Mal statt. Seitdem ist nicht nur die Zahl der beteiligten Einrichtungen von acht auf 25 gestiegen. Auch die Teilnehmerzahl ist stetig gewachsen. Im vergangenen Jahr wurden 4530 Eintrittsbändchen verkauft und insgesamt 34  280 Museumsbesuche gezählt.

Die beiden Chef-Organisatorinnen Angelika Stargard und Pia Behnke vom städtischen Kulturamt sehen in der Museumsnacht eine ideale Werbemöglichkeit für die Museen. Geht es doch darum, Menschen in die Ausstellungsräume zu locken, die mit Museen noch nicht so richtig vertraut sind. Deshalb gibt es (für Klein und Groß) überall Mitmach-Angebote – das Angebot während der Museumsnacht geht weit über das übliche Anschauen und Betrachten hinaus. Im Schifffahrtsmuseum werden die Gäste sogar von Butler Ernst-Alfred empfangen.

Die Organisatorinnen wissen, dass kein Teilnehmer der Museumsnacht sämtliche 25 Stationen anlaufen kann. Deshalb schlagen sie als grobe Orientierung vier Themenrouten vor. Etwa die historische Tour, die vom Flandernbunker bis zum Theatermuseum reicht. Oder den Technik-Parcours mit Abstechern beispielsweise ins Maschinenmuseum, zur Museumsbrücke und zum Mediendom der Fachhochschule. Kunst wiederum prägt die Tour mit Besuchen im Atelierhaus, in der Kunsthalle oder in der Stadtgalerie.

Schließlich wird auch eine Route vorgeschlagen, die Familien mit Kindern großen Spaß machen dürfte. Das Zoologische Museum mit seinen Geschichtenerzählern gehört dazu, ebenso die Medizin- und Pharmahistorische Sammlung, die zu Experimenten rund um den Schaum einlädt.

An vielen Ort warten typische kulinarische Besonderheiten auf die Gäste: Folienkartoffeln im Ofenmuseum, Schmalzbrote in der alten HDW-Gießerei, Fischbrötchen im Aquarium. Auch die Musik darf nicht fehlen. Das Kieler Kloster lockt mit Carillon-Konzerten, die Landesbibliothek mit Dixieland-Klängen, der Warleberger Hof mit Schlagern aus den 50er-Jahren.

Wer als Besucher im Übrigen mindestens sechs Stationen anläuft (und sich auf dem Sammelschein abstempeln lässt), kann sogar gewinnen. Die Preise reichen von handgefertigten Buchbinde-Arbeiten aus Seekarten über den Workshop in der Museumsapotheke bis zum Abguss des Denkerkopfes von Sokrates.  

Einzelheiten zur Museumsnacht:

* 25 Häuser beteiligen sich an der Museumsnacht: 19 Einrichtungen auf dem Westufer, weitere sechs in Dietrichsdorf auf dem Ostufer
* Die Teilnahme an der Museumsnacht am Freitag, 25. August, kostet im Vorverkauf 10 Euro (ermäßigt: 7 Euro). An der Abendkasse sind 12 Euro(8 Euro) zu zahlen

* Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben freien Eintritt.

* Armbänder als leuchtende Eintrittskarten gibt es in den beteiligten Museen, am Umsteiger am Hauptbahnhof, im Citti-Markt und bei der Tourist-Info

* Die Bänder berechtigen auch zur kostenlosen Benutzung von Bussen und Bahnen in Kiel und Umgebung, und zwar von 18 Uhr bis 5 Uhr am nächsten Morgen

* Zwischen 19 und 24 Uhr pendelt der eigenen Nachtexpress von einem Museum zum anderen. Park & Ride-Stellplätze finden sich etwa an der Haltestelle Maschinenmuseum in der Wik

* Die historische „MS Stadt Kiel“ und ein moderner Fördedampfer pendeln im halbstündigen Rhythmus zwischen den beiden Anlegestellen Seegartenbrücke (Westufer) und Neumühlen-Dietrichsdorf (Ostufer). Mit dem Bändchen am Handgelenk sind auch hier sämtliche Fahrten frei. Die letzten Förde-Törns starten um jeweils 24 Uhr.

* Traditionell läuft der musikalische Ausklang ab 23 Uhr im Foyer der Stadtgalerie – Eintritt ist nur mit dem gelben Bändchen möglich.

zur Startseite

von
erstellt am 15.Aug.2016 | 18:46 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen