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Kiel

03. Dezember 2016 | 22:56 Uhr

Uni-Klinikum : Die Krankenhaus-Welt ist gegenwärtig eine Kräne-Welt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Rundgang auf der Großbaustelle des Uni-Klinikums in Kiel: Oberbürgermeister Ulf Kämpfer lässt sich von UKSH-Chef Jens Scholz das 300-Millionen-Euro-Projekt erklären. In vier Jahren ist das Mammutprojekt abgeschlossen – sofern alles nach Plan verläuft.

Beeindruckende Zahlen stehen auf den Plakaten am Kieler Campus des Universitäts-Klinikums Schleswig-Holstein (UKSH): Für die Baugrube wurden 100  000 Kubikmeter Erde ausgehoben, damit könnte man 1500 Schiffscontainer füllen. Der höchste Kran auf der Baustelle erreicht mit 72 Metern etwa die Höhe der Nikolaikirche. Insgesamt wird auf fast 110  000 Quadratmetern – die Fläche ist etwa doppelt so groß wie das Schloss Versailles in Paris – gebaut, saniert, renoviert und angebaut. Dabei werden 118 Kilometer Leitungen und Rohre verlegt.

Gestern erläuterte der UKSH-Vorstandschef Jens Scholz dem Kieler Oberbürgermeister Ulf Kämpfer den Baufortschritt. Das Gesamtprojekt – Neubau plus Sanierung der Altbestände – ist eines der größten klinischen Bauprojekte Europas. Das Vorhaben startete Anfang 2015, der Abschluss ist für Ende 2020 vorgesehen – sofern alles nach Plan läuft. Der gestern besichtigte Rohbau soll im Mai 2018 als gut durchdachtes und funktionales Klinikgebäude übergeben und im September 2018 bezogen werden. Das Investitionsvolumen für das gesamte Projekt beträgt 300 Millionen Euro. Ein kompletter Neubau auf der „grünen Wiese“ wäre laut Scholz noch wesentlich teurer geworden.

„Die Projekte am UKSH wie auch an der Universität sind eine unglaubliche Zukunftssicherung für Medizin und Forschung in Kiel und in ganz Schleswig-Holstein“, lobte der Oberbürgermeister und hob ähnlich wie Scholz die „tolle Zusammenarbeit“ zwischen Stadt und UKSH hervor. „Es ist lange her, dass in Kiel so viel in Angriff genommen wurde“, freute sich Kämpfer. Denn das Groß-Klinikum ist nicht das einzige Mammutprojekt. Das Gaskraftwerk auf dem Ostufer ist ebenfalls im Bau, und in den nächsten Jahren folgen die Schleusen und der Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals.  

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erstellt am 28.Okt.2016 | 19:26 Uhr

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