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Kiel

11. Dezember 2016 | 03:14 Uhr

Umfrage der Stadt : Dickes Eltern-Lob für Arbeit in den Kitas

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Bis zu 90 Prozent Zustimmung erfährt die Stadt in ihrer Umfrage über die Kitas. Die Mütter und Väter bewerten die Betreuungsarbeit deutlich positiver als vor ein paar Jahren. Das liegt wohl auch am Konzept der offenen Betreuung, das die traditionelle Gruppenarbeit abgelöst hat.

Die Eltern sind mit der Betreuung ihrer kleinen Mädchen und Jungen in den städtischen Kintertagesstätten durchweg sehr zufrieden. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage in sämtlichen 32 Kitas und zwei Familienzentren. Stadträtin Renate Treutel und Steffi Harms als Abteilungsleiterin Kindertagesbetreuung werten die guten Noten auch als Zuspruch für das Konzept einer „offenen Betreuung“. Es hat in der Stadt mittlerweile flächendeckend die traditionelle Gruppenbetreuung abgelöst.

Natürlich ist nicht alles perfekt gelöst. Das gestehen die beiden verantwortlichen Frauen durchaus ein. Kritik entzündet sich häufig an der personellen Situation, die sich in Krankheitsfällen verschärft. Zwar habe die Stadt zehn sogenannte Springerstellen geschaffen, aber sie reichen nicht immer aus. „Es fehlen Fachkräfte. Wir finden nicht so einfach Vertretung“, weist Steffi Harms auf den leergefegten Arbeitsmarkt bei den Erziehern und sozialen Fachkräften hin.

Insgesamt 3264 Fragebögen wurden ausgegeben, bei Bedarf auch in Türkisch, Arabisch, Russisch und Englisch. 1999 Antworten wurden gezählt, das entspricht einer Teilnahmequote von gut 61 Prozent. Zum Vergleich: Im Jahre 2012 lag die Rückläuferquote bei 56,4 Prozent, im Jahre 2009 sogar bei nur 45,7 Prozent. Insgesamt 18 Fragen erkundigten sich nach der Zufriedenheit von Müttern und Vätern etwa mit dem Eindruck und der Ausstattung der Kitas, mit dem Essensangebot oder der Aufgeschlossenheit der Erzieherinnen. Der Aussage „Ihr Kind fühlt sich in der Kindertageseinrichtung wohl“ beispielsweise stimmten 55 Prozent voll zu und weitere 34,3 Prozent zu (zusammen 89,3 Prozent). 85,5 Prozent sind überzeugt, dass die Räume das Kind zum Spielen einladen und dass die Betreuerinnen stets ein Ohr für wichtige Anliegen haben.

Renate Treutel und Steffi Harms freuen sich über das Ergebnis der Umfrage: „Das macht uns stolz.“ Die Bewertungen sind nach ihren Worten, weil anonym abgegeben, als ehrlich einzustufen. Das Vertrauen der Eltern in die Betreuung sei groß, dieser Verantwortung werde man gerecht. Der Besuch der Kita oder sogar der Krippe (für die unter Dreijährigen) „ist der erste und wichtigste Schritt hinaus in die Welt. Wenn’s schiefläuft, wird’s schwer.“

Offenbar schlägt sich im Ergebnis der Umfrage auch ein klares Votum für das pädagogische Konzept der „offenen Betreuung“ nieder. Die herkömmliche Gruppenstruktur ist dabei aufgelöst, wie Brigitte Schröder erklärt, die Leiterin der Kita Holtenauer Straße in der Wik. Ob nun Gartenarbeit, Bewegung, Bastelstunde im Atelier oder das Rollenspiel in der eigenen (Plüsch-)Tierpraxis: Der Nachwuchs kann sich nach seinen Vorlieben orientieren. Seitdem ist die Zufriedenheit nicht nur der Kinder und ihrer Eltern spürbar gewachsen, sondern auch der Erzieherinnen. Sie haben kaum noch Not mit „unwilligen“ Teilnehmern, wie es sie früher in den Gruppen vereinzelt gab. Brigitte Schröder stellte gestern fest: „Wir möchten nicht mehr anders arbeiten.“

 

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erstellt am 14.Okt.2016 | 19:08 Uhr

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