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Kiel

03. Dezember 2016 | 10:42 Uhr

Cap san Diego : Der weiße Schwan des Südatlantiks

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Gestern Abend machte die „Cap San Diego“ für fünf Tage am Kieler Seefischmarkt fest. Der weltweit größte fahrtüchtige Museumsfrachter lädt zu Besichtigungen ein.

Auch ein Museumsfrachter geht mitunter auf Reisen. Gestern machte die „Cap San Diego“, die den größten Teil des Jahres an den Hamburger Überseebrücken gut vertaut ist, in Kiel fest – in den kommenden Tagen sind am Seefischmarkt in Wellingdorf Besichtigungen möglich (Erwachsene: 5 Euro, Kinder: 2 Euro). Bereits am Freitag hatte der Frachter in Hamburg abgelegt, in Cuxhaven und in Rendsburg machte sie Station.

Die „Cap San Diego“ ist das letzte noch erhaltene Schiff einer Serie von sechs schnellen Stückgutfrachtern, die 1961/62 für die Reederei Hamburg Süd gebaut wurden. Von Seebären liebevoll „Weißer Schwan des Südatlantiks“ genannt, fuhr sie bis Ende 1981 nach Südamerika. Der Hamburger Senat erwarb das Schiff 1986 kurz vor der geplanten Verschrottung. Seitdem liegt die „Cap San Diego“ als schwimmendes Denkmal an der Hamburger Überseebrücke, ihre elegante Silhouette ist aus dem Hafenpanorama nicht mehr wegzudenken. Dort steht sie für Besichtigungen bereit, wird für Veranstaltungen und Ausstellungen genutzt. Auf Wunsch können Besucher sogar an Bord in einer original erhaltenen Doppel- oder Einzelkabine übernachten.

Auch in Kiel stehen Maschinenraum und Kommandobrücke, Peildeck und Rudermaschine, Luken und Decksflächen sowie die Funkbude den Gästen offen. Die Kombination von modernster Navigationstechnik und Originalgeräten in Betrieb gestattet den Besuchern spannende Einblicke in die Schiffstechnik von gestern und heute.

Die Ladeluke 5 beherbergt die Dauerausstellung „Ein Koffer voller Hoffnung – Auswandererhafen Hamburg“ über das Schicksal der Auswanderer zwischen 1850 und 1930. In der Ladeluke 2 findet sich eine weitere Dauerausstellung zum Thema „Stückgut- und Containerschifffahrt“: Hier wird auf großen Schautafeln mit historischem und aktuellem Bildmaterial die Geschichte des Güterverkehrs auf Weltmeeren von 1960 bis heute dokumentiert. Und eine Sonderausstellung hat die „Cap San Diego“ auch mit nach Kiel gebracht; in den Ladeluken 1 und 2 sind „Kartonbauwelten“ zu finden. Die Schau präsentiert über 100 Kartonmodelle. Nicht nur Schiffe, auch Eisenbahnen, Flugzeuge, berühmte Gebäude und mehr.

> Montag, 1., bis Donnerstag, 4. August, jeweils 10 bis 18 Uhr: „Cap San Diego“ am Seefischmarkt; Freitag, 5. August: Ablegen voraussichtlich 11 Uhr.

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erstellt am 31.Jul.2016 | 18:00 Uhr

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