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Neues Sport- und Freizeitbad : Der Eintritt wird 6,70 Euro kosten

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Im Spätherbst soll Eröffnung, doch die Stadt legt bereits die Preisstruktur für das künftige Sport- und Freizeitbad vor. Die Sozialstaffel erlaubt Schwimmen im “Spuf“ zum halben Preis, Familientickets sind ab 19 Euro zu haben.

Mit den alten Preisen funktioniert es nicht. Zeitgleich mit der Eröffnung des im Bau befindlichen Sport- und Freizeitbades an der Hörn wird Kiel eine neue Ticketstruktur für die städtischen Schwimmbäder einführen. Den Erwachsenen kostet der Zutritt zum modernen „Spuf“, wie der Neubau im Abkürzungsdeutsch der Verwaltung genannt wird, dann 6,70 Euro. Kinder sollen 3,30 Euro zahlen. Damit liegt der Grundtarif ein Drittel über den Häusern in Neumünster und Rendsburg.

Gegenwärtig zahlen Besucher in der alten Schwimmhalle Gaarden (die schließen wird, sobald das Spuf öffnet), im Freibad Katzheide und in der Schwimmhalle Schilksee nur die Hälfte: 3,30 Euro sind es für Erwachsene, 1,80 Euro für den Nachwuchs. Aber diese Preise sollen demnächst auf 3,50 Euro (2 Euro) steigen. Das sieht jedenfalls der Entwurf von Stadtrat Gerwin Stöcken für den Schul- und Sportausschuss vor. Das letzte Wort hat die Ratsversammlung am 16. März.

Oberbürgermeister Ulf Kämpfer hatte beim Richtfest im September 2016 das neue Spuf als Lebensvorsorge gelobt – jedes Kind im Kieler Raum soll schwimmen lernen. Der Verwaltungschef ahnte aber wohl schon, dass der Eintritt im 26 Millionen teuren Neubau spürbar teurer als in den bestehenden Kieler Einrichtungen ausfallen dürfte. Er hatte deshalb eine Sozialstaffel versprochen – und tatsächlich bietet die neue Tabelle sozial schwachen Kielern einen 50-Prozent-Rabatt an. Erwachsene mit dem sogenannten „Kiel-Pass“ zahlen 3,35 Euro, Kinder 1,65 Euro. Eine ähnliche Vergünstigung wird Sportschwimmern eingeräumt. Statt 6,70 Euro zahlen sie im Spuf nur 3,50 Euro, die Kinder dürfen für 2 statt 3,30 Euro trainieren.

Der Aufenthalt im Spuf wird auf 2,5 Stunden begrenzt. Die Überziehung um eine weitere Stunde schlägt pro Nase mit einem Euro zu Buche. Die zeitlich unbegrenzte Tageskarte wird mit 12 Euro für Erwachsene und 7 Euro für Kinder und Jugendliche veranschlagt. Vergleichsweise günstig fallen die Familientickets aus. Ein Erwachsener mit bis zu drei Kindern kann sich für 19    Euro einen Tag lang im Spuf aufhalten. Bei zwei Erwachsenen und drei Kindern sind es 25 Euro. Für jedes weitere Kind wird ein Aufschlag von 5 Euro berechnet.

Mit seiner Preisstruktur liegt das Kieler Sport- und Freizeitbad über den Angeboten in der Kieler Region. So verlangt Neumünster in seinem Bad am Stadtwald als Eintrittspreis nur 5 Euro, Kinder zahlen aber wiederum 3,50 Euro. Im Rendsburger Schwimmzentrum kostet das Ticket ebenfalls 5 Euro, Kinder zahlen die Hälfte. Im Freibad Schwentinental sind es sogar nur 4 Euro (2 Euro) – aber dafür ist hier die baufällige Wasserrutsche seit Jahren gesperrt.

Die Rutsche wiederum soll eines der Aushängeschilder im Kieler Spuf werden. Die schwarzen Röhren sind bereits montiert, überall am Rohbau sind die Handwerker aktiv. Eröffnen soll das neue Bad im Spätherbst, es könnte aber auch bis zum Jahresbeginn 2018 dauern. Übrigens: Die Wasserfläche neben dem eingezäunten Gebäude ist ein Regenwasserrückhaltebecken, es gehört nicht zum Neubau. Überhaupt ist der Außenbereich des Spuf vergleichsweise klein und fürs Sonnenbaden ungeeignet. Deshalb hatten die Katzheide-Freunde so heftig für den Erhalt ihres Freibades gekämpft. Sie wollen auch künftig ihr Handtuch auf der grünen Wiese ausbreiten und gedankenverloren in den blauen Himmel schauen.  

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erstellt am 06.Mär.2017 | 18:40 Uhr

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