zur Navigation springen

Bombenentschärfung : Bombe in Schönkirchen entschärft

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Insgesamt 90 Einsatzkräfte waren gestern im Einsatz, darunter Feuerwehr, Polizei und ASB, allen voran aber der Kampfmittelräumdienst. Der Grund war die Bergung und Entschärfung einer US-amerikanischen Weltkriegsbombe, die am Montag bei Grabungsarbeiten auf einer Koppel am Mönkeberger Weg gefunden worden war. Am Dienstag hatten die Gemeinde Schönkirchen und die zuständigen Einsatzkräfte beschlossen, die Entschärfung für den Mittwoch zu veranlassen. „Der Dank gilt der Verwaltung“, erklärte Schönkirchens Bürgermeister Gerd Radisch, „dass sie so schnell und professionell gehandelt hat.“ Denn die Verwaltungsmitarbeiter hatten noch am Dienstag Handzettel für die betroffenen Wohngebiete im Umkreis von 500 Metern gefertigt und an die betroffenen Haushalte verteilt. Etwa 1000 Schönkirchener, schätzte Radisch, waren von der Evakuierung betroffen.

In der Notunterkunft in der Ferdinand-Geest-Halle versammelten sich gestern ab 14.30 Uhr nach und nach etwa 20 Menschen, während die Einsatzkräfte der Feuerwehr nochmals von Haus zu Haus gingen. „Die meisten fahren zu Bekannten oder machen in der Zwischenzeit Besorgungen“, weiß Gerhard Bock, der Sprecher der Kreisfeuerwehr. „Das ist immer eine recht ruhige Angelegenheit, zu 99,9 Prozent laufen solche Bombenentschärfungen ja gut ab.“ Ähnlich entspannt sind Ursel Schwarz und Anne Grotlüschen. Die Frauen sitzen zusammen in der Sammelstelle bei einer Tasse Kaffee die zwei Stunden bis zur Entschärfung um 16 Uhr ab. „Ich habe mir was zum Lesen mitgebracht“, sagt Anne Grotlüschen.

Eine Dreiviertelstunde dauert die Entschärfung der 600-Kilo-Bombe, dann ist es geschafft, und alle Bewohner können zurück in ihre Häuser. „Wir haben überhaupt keine Probleme mit der Bombe gehabt“, sagt Georg Ocklenburg, der gemeinsam mit seinem Kollegen Hans-Jörg Kinsky die Bombe unschädlich machte. Um die Bombe zu entschärfen, mussten die Männer vom Kampfmittelräumdienst den Zünder und die Übertragungsladung entnehmen. „Man muss natürlich Geduld haben“, sagt Kinsky lächelnd.

zur Startseite

von
erstellt am 12.Apr.2017 | 20:32 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen