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Kiel

11. Dezember 2016 | 07:03 Uhr

Vortrag in der AfD-Geschäftsstelle : Beatrix von Storch in Kiel: Autonome zur Gegendemo erwartet

vom

Eine der wohl umstrittensten AfD-Politikerinnen kommt nach Kiel. Gegner der AfD haben eine Demonstration angemeldet.

Kiel | Die stellvertretende Bundesvorsitzende der AfD, Beatrix von Storch, polarisierte mit ihren Äußerungen in der Vergangenheit regelmäßig. Der Schusswaffeneinsatz gegen Flüchtlinge an der deutschen Grenze und ihr „Ja“ auf die Frage, ob die AfD etwa Frauen und Kindern an der grünen Wiese den Zutritt mit Waffengewalt verweigern wolle, sorgten für heftige Kritik. Ihre Erklärung, sie sei mit der Maus ausgerutscht sorgte für Lacher. Am Freitag um 19 Uhr will die AfD-Politikerin nun in der Kieler Geschäftsstelle der Partei einen Vortrag halten. Das Thema: „Die Macht der EU – die Ohnmacht Deutschlands?“ Sie möchte darin über ihre Erfahrungen aus dem EU-Parlament berichten.

Die linken Gruppierungen halten der AfD unter anderem Nationalismus und Rassismus sowie das Schüren von Ängsten vor. Die Politik der Partei sei „von autoritären Denkmustern und nationalistischer Überheblichkeit gekennzeichnet“, hieß es vor einem Jahr in einem Internetaufruf linker Gruppierungen zum AfD-Landesparteitag in Kiel. Im März 2015 hatten rund hundert linke Demonstranten versucht, den Zugang zum Parteitag zu blockieren.

Dass ihr Auftritt in Kiel nicht unbemerkt bleiben wird, war fast klar. So rufen bereits Gegner der AfD um 18 Uhr zu einer Demonstration vor der Geschäftsstelle im Walkerdamm auf. Verschiedene linke Gruppierungen haben unter dem Motto „Gemeinsam gegen den Kiel-Besuch der AfD-Ideologin“ eine Kundgebung angemeldet – darunter die Antifaschistische Aktion Kiel, der AStA Uni Kiel sowie die Juso-Hochschulgruppe Kiel und die Offene Linke Hochschulgruppe Kiel. In einer Ankündigung im Netz hieß es, sie wollten der AfD-Frau einen „gebührenden Empfang“ bereiten.

Die Polizei in Kiel rechnet indes mit autonomen Kräften, weshalb sie sich für alle Fälle rüstet. Für eine Rückfrage von shz.de war die Pressestelle der Polizei in Kiel nicht zu erreichen. Gegenüber den Kieler Nachrichten sagte Kiels Polizeisprecher Oliver Pohl: „Wir werden uns mit ausreichend starken Kräften aus Kiel und Eutin vorbereiten.“ Es müsse mit Straßensperrungen gerechnet werden. Wie viele Beamte im Einsatz sein werden, darüber schwieg Pohl.

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erstellt am 24.Nov.2016 | 12:41 Uhr

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