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Baustelle B76 : Auf der B 76 wird’s jetzt wieder eng

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Verkehrsminister Reinhard Meyer stellte gestern die Pläne für dringende Sanierungsarbeiten an der Bundesstraße vor. Baulicher Schwerpunkt ist von voraussichtlich April 2017 bis Sommer 2018 der Abschnitt zwischen Raisdorf und Preetz.

Die Autofahrer müssen sich im Großraum Kiel auf neue Großbaustellen einstellen. Vor allem im Zuge der Bundesstraße 76 werden noch im April die ersten Tiefbaukolonnen anrücken. Schwerpunkt ist der Abschnitt zwischen Raisdorf und Preetz, hier sind zeitweise sogar Vollsperrungen vorgesehen. Der Umweg führt dann über das Rastorfer Kreuz und kostet den Autofahrer schätzungsweise zehn Minuten – vorausgesetzt, der Verkehr fließt. Aber davon ist angesichts des großen Aufkommens auf der wichtigen Trasse zwischen Schleswig  /  Eckernförde und Eutin nicht unbedingt auszugehen.

Das ahnt auch Matthias Paraknewitz, der Rendsburger Regionalchef beim Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV SH). Gemeinsam mit Verkehrsminister Reinhard Meyer stellte er gestern in Kiel die Zeitpläne für die fällige Sanierung der B    76 vor. Die Einrüstung der Baustelle wird voraussichtlich um den 20. April beginnen, die Arbeiten werden schätzungsweise erst im Sommer 2018 abgeschlossen sein.

Betroffen ist auch der Abschnitt, der im westlichen Bereich der Bundesstraße von Felm nördlich des Kanals bis zum sogenannten „Holsteinknoten“ vor dem Fußballstadion reicht. Für fünf Millionen Euro wird auf dem vier Kilometer langen Abschnitt von Ende Juni bis Ende September 2017 die Fahrbahn erneuert.

Das ist vergleichsweise schnell und kostengünstig. Im Kieler Osten der B    76 sieht es anders aus. Schon in den beiden vergangenen Jahren war der Bereich zwischen Elmschenhagen und Raisdorf erneuert worden. Dabei wurde, die Autofahrer erinnern sich, im Prinzip eine dreispurige Trasse erhalten – je nach Aufkommen gab die mittlere Spur den Verkehr in die eine oder andere Richtung frei.

Das wird in der Anschlusszone zwischen Raisdorf und Preetz nicht mehr funktionieren, wie Meyer und Paraknewitz ankündigten. Teilweise wird neben den Bauarbeiten nur eine einzige Spur zur Verfügung stehen, Ampelschaltungen regeln dann den Verkehr. Und für die beiden Sommermonate, die sich weitgehend mit den Sommerferien decken, werden die Autos und Laster komplett ausgesperrt. Die großräumige Umleitung über das Rastorfer Kreuz bedeutet knapp zehn Kilometer längere Wegstrecke und mindestens zehn Minuten mehr an Zeitaufwand. Auch am Kreuz werden die Pendler mit Ampeln leben müssen.

Nahezu acht Millionen Euro werden die aus Sicht der beiden Experten unausweichlichen Arbeiten kosten. So weist der unter der B  76 verlaufende, kleine Rosenheim-Tunnel bei Raisdorf bereits millimetergroße Risse auf. Mit Reparaturen ist es nicht getan, das Bauwerk wird komplett erneuert. Das gleiche gilt für den Knoten der B  76 mit der B  202 – die Trasse erhält eine grundlegende Sanierung.

„Es wird eng“, blickte Paraknewitz gestern voraus. Er fügte hinzu: „Der Verkehr wird nicht immer fließen.“ Soll heißen: Mit Staus ist in den nächsten 15 Monaten zu rechnen. Und Minister Meyer stellte für diesen neuralgischen Bereich im Kieler Osten fest: „Es wird so gut funktionieren, wie es die Infrastruktur hergibt.“ Viel hängt davon ab, wie die Verkehrsteilnehmer in den ersten Tagen der Bauarbeiten reagieren. Meyer hat die Hoffnung, dass manch überzeugter Autofahrer auf die Bahn ausweichen könnte. Er empfahl den Pendlern: „Vielleicht sollte man es mal testen.“

 

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erstellt am 10.Mär.2017 | 17:26 Uhr

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