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Kiel

10. Dezember 2016 | 06:11 Uhr

Pilotprojekt : Als erster Großraum im Lande erhält die Kiel-Region ein eigenes Budget

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Kiel-Region verfügt künftig über ein eigenes Budget, aus dem sie eigenständig wichtige Projekte unterstützen kann. Das Land stellt für die nächsten drei Jahre insgesamt 900 000 Euro zur Verfügung.

Wie lassen sich die Pendler-Ströme im Großraum Kiel bewerkstelligen? Wie sieht das Zusammenspiel von Privatauto und Bus & Bahn aus? Was bedeutet das für das Klima? Möglicherweise lassen sich diese Fragen bald genauer klären. Denn der „Masterplan Mobilität“, der all diese Aspekte bündelt, steht ganz oben auf der Agenda der Kiel-Region – und die wiederum erfuhr gestern eine kräftige Anerkennung seitens des Landes Schleswig-Holstein.

Als erster Großraum im Norden überhaupt erhält die Kiel-Region ein eigenes, selbstverwaltetes Regionalbudget. Das Land stellt pro anno 300  000 Euro zur Verfügung – unter der Bedingung, dass sich die Stadt oder die Nachbarkreise Plön und Rendsburg-Eckernförde zu einem Fünftel an der Finanzierung beteiligen. Das bedeutet: In den kommenden drei Jahren steht in der Region eine Summe von 1,125 Millionen Euro zur Verfügung. Ernst Hansen, Leiter der Abteilung Landesplanung im Ministerium, brachte gestern höchstpersönlich den Bescheid vorbei. Er sprach von einem „großen Vertrauen“, das man in die Kiel-Region, „das Herz des Landes“, setze.

Der sogenannte „Lenkungsausschuss“ unter Vorsitz von Jörg Orlemann (IHK) wird ab sofort darüber beraten, welche Projekte förderungswürdig sind. Allererste Voraussetzung aller Projekte ist der Nutzen für die Region, eine Ausschüttung nach dem Gießkannenprinzip – überall kommt gleich viel an – soll es deshalb nicht geben. Vorstellen können sich Orlemann und Janet Sönnichsen als Geschäftsführerin der Kiel-Region etwa ein „Welcome-Portal“ als Fachkräfte-Vermittlung oder eine Kooperation der Gründerzentren in der Region. Ansprechpartnerin für Interessenten ist Simone Reichelt, Tel. 0431/53  03  55  17, E-Mail s.reichelt@kielregion.de.

Zurzeit umfasst die Kiel-Region die Landeshauptstadt und die beiden Nachbarkreise. Neumünster ist kein Mitglied, spielt aber als Scharnier zur Metropolregion Hamburg eine wichtige Rolle. Deshalb ist Oberbürgermeister Olaf Tauras im Lenkungsausschuss ein gern gesehener Gast.

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erstellt am 08.Nov.2016 | 19:00 Uhr

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