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Regionales

09. Dezember 2016 | 22:16 Uhr

Nach Messer-Attacke in Schweden : Invasion der „Killer Clowns“ in Dänemark

vom

Unbekannte in Clownskostümen sorgen auch in vielen Teilen Dänemarks für Angst und Schrecken. Es hagelt Anzeigen.

Erst kürzlich berichtete shz.de über eine neue Welle von Gruselclowns, die in den USA und Großbritannien ihr Unwesen treiben. Dass die maskierten Überfälle lange ihren Spaß-Faktor verloren haben, zeigte sich in der letzten Woche einmal mehr im schwedischen Varberg, wo ein als Clown-Maskierter mit einem Messer auf einen Mann einstach. Nun ist die neue Generation der Horror-Clowns auch in Dänemark unterwegs. 

Das Phänomen der „Killer-Clowns“ ist dabei nicht neu. Bereits 2014 gelangte der gefährliche Trend von Frankreich bis nach Schleswig-Holstein: In Flensburg hatten maskierte Clowns Passanten mit einer Kettensäge erschreckt.

Im Laufe des Wochenendes haben in Kolding und Umgebung drei  Personen Bußgelder erhalten, weil sie, als Clowns verkleidet, Passanten erschreckten. Ähnliche Vorfälle wurden in Südseeland und Lolland-Falster angezeigt. Steen Edeling von der Polizei Südostjütland sagt in Bezug zu Vorfällen in Kolding: „Die Personen haben sich furchteinflößend verhalten. Das ist ein Verstoß gegen die guten Sitten, und dafür haben sie eine Strafe erhalten.“

Das Phänomen, als Gruselclowns Menschen Angst zu machen, kommt aus den USA und hat sich seit August verbreitet. Dort heißen sie „creepy clowns“ oder „killer clowns“. Die Menschen unter den Kostümen erschrecken andere, bedrohen sie und jagen sie. In einigen Fällen sind es nur Masken, in anderen vollständige Kostüme. Die Personen waren teilsweise bewaffnet, beispielsweise mit Messern oder Baseballschlägern.

Eine Frau aus Præstø war am späten Sonntagabend gegen 24 Uhr mit dem Hund unterwegs, als ein Gruselclown sich in ihren Weg stellte und sie jagte, als sie sich umdrehte und flüchtete. Sie erreichte ihre Wohnung, schlug die Tür hinter sich zu und rief sofort die Polizei.

Das Phänomen hat sich schnell ausgebreitet, auch aus Norwegen, Schweden, Großbritannien, Irland und Holland werden Fälle gemeldet. Bei der dänischen Polizei sind Anzeigen von Bürgern aus Fredericia, Holbæk, Præstø, Mern, Næstved, Hvidovre und Høje Taastrup eingegangen.

Auch in der Sonderburger Kommune haben sich offenbar einige Männer von der amerikanischen Clown-Manie anstecken lassen. Am Sonnabend stand ein Grusel-Clown um 22.20 Uhr am Søndre Landevej. Als die Polizei eintraf, war die für viele recht erschreckende Person, die einen schwertähnlichen Gegenstand in der Hand hielt, aber verschwunden. In Esbjerg reagierte eine 74-jährige Frau sehr ungehalten auf einen aus einem Auto springenden Clown. Sie hielt dem Verkleideten eine ordentliche Standpauke.

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erstellt am 18.Okt.2016 | 17:13 Uhr

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