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Regionales

08. Dezember 2016 | 12:56 Uhr

Tote Möwen mit H5N8 : Insel Alsen: Vogelgrippe erreicht Süddänemark

vom
Aus der Onlineredaktion

Zwei tote Möwen mit dem H5N8 bereiten den Geflügelhaltern in Südjütland Sorgenfalten. Das Virus schreitet weiter.

Sonderburg | Inzwischen haben sechs europäische Länder H5N8-Fälle gemeldet. Dazu gehört auch Dänemark. Wie am Dienstagnachmittag bekannt wurde, wurden im Süden der grenznahen Insel Alsen zwei tote Möwen gefunden, die das Vogelgrippe-Virus in sich trugen. Das bestätigte Professor Lars Erik Larsen vom Nationalen Veterinärinstitut gegenüber der Zeitung „Jydske Vestkysten“. Zuvor wurden auf der Insel Møn und in Kopenhagen infizierte Tiere gefunden.

In Schleswig-Holstein haben sich auch in Zuchtbetrieben Tiere mit H5N8 angesteckt: Zuletzt waren bis zum Montagmorgen 30.000 Hühner einer von der Vogelgrippe betroffenen Massentierhaltung in Grumby bei Schleswig gekeult worden.

In Dänemark wurden bisher nur Wildvögel mit H5N8 gefunden. Aber natürlich sei das Risiko groß, dass das Virus auf domestizierte Vögel überspringe, sagte Larsen. Solle das Virus auf die kommerzielle Tierhaltung überspringen, könne das erhebliche Folgen für den Export haben. Beim Ausbruch der Vogelgrippe im Land 2006 seien etwa 200 Millionen Kronen Schaden entstanden, berichtet der Tiermediziner. Die Gefahr, dass domestizierte Tiere infiziert werden bestünde, wenn Hühner draußen herumliefen. Er rät dringend dazu, die Tiere einzusperren, um den Marsch des hochansteckenden Virus nicht noch zu beschleunigen.

Wo in SH und Mecklenburg-Vorpommern die Geflügelpest schon aufgetreten ist, zeigt unsere Karte (kein Anspruch auf Vollständigkeit):

Es sei wichtig, Vorkehrungen zu treffen, unterstrich Stig Mellergaard, der stellvertretende Leiter der Lebensmittelbehörde: „Wir hoffen auf die Einsicht der Tierhalter. Es ist sehr wichtig, dass Hühnerbesitzer und andere Besitzer von Geflügel ihre Tiere drinnen lassen. Man wolle natürlich dafür sorgen, dass möglichst wenige Tiere sich anstecken. Er kündigte Kontrollen an. Es sei zudem wichtig, dass möglichst wenige Menschen in Kontakt mit den Tieren geraten, sagt Stig Mellergaard.

Der Betrieb in Grumby im Kreis Schleswig-Flensburg war der erste Mastbetrieb in Deutschland, in dem das Virus 2016 aufgetreten ist. Möglicherweise gibt es einen weiteren Vogelgrippe-Fall in einem Nutzgeflügelbestand in Mecklenburg-Vorpommern bei Barth. Auch auf der bayerischen Seite des Bodensees ist H5N8 nachgewiesen worden. Zuvor hatten bereits Österreich, Schweiz und Polen infizierte Wildvögel gemeldet. In Ungarn wurde ein zweiter Ausbruch in einer Geflügelfarm bekannt. Damit wurde die aggressive Variante inzwischen in sechs europäischen Ländern nachgewiesen.

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erstellt am 15.Nov.2016 | 16:37 Uhr

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