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Hamburg : Zwei Polizeiautos ausgebrannt - Objektschutz von Bürgermeister Scholz

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Ein Polizeiauto, das zum Schutz von Olaf Scholz bereit stand, wurde angezündet. Im Internet bekennen sich G20-Gegner.

Hamburg | Ein zum Schutz von Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) abgestellter Mannschaftswagen der Polizei ist in der Nacht zu Freitag mutmaßlich von Gegnern des G20-Gipfels angezündet worden. Der unweit der Wohnung des Regierungschefs in Altona-Altstadt geparkte Transporter sei vollständig ausgebrannt, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Bei dem Feuer um 2.55 Uhr sei niemand verletzt worden.

Kurz zuvor war bereits im Stadtteil Winterhunde ein Wagen der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Sichtweite des Präsidiums in Flammen aufgegangen. Im Internet bekannten sich Unbekannte anonym unter der Überschrift „In Hamburg sagt man tschüss - auch zu Bullenkarren“ zu den Anschlägen: „Am 17. März haben wir 2 Fahrzeuge der Polizei in Hamburg in Brand gesetzt.“

Nach Polizeiangaben hatten Beamte der zum Schutz von Bürgermeister Scholz abgestellten Bereitschaftspolizei zunächst einen lauten Knall gehört und dann festgestellt, dass der Mannschaftswagen im Bereich des Motors brannte. Wegen der starken Hitze seien auch ein in unmittelbarer Nähe geparktes Wohnmobil und die Fassade im Eingangsbereich eines Hotels erheblich beschädigt worden. Die Hotelgäste mussten während der Löscharbeiten das Gebäude verlassen und im Hinterhof Schutz suchen.

„Der Wagen wird ständig zum Objektschutz für den Bürgermeister eingesetzt“, sagte der Polizeisprecher. 14 Streifenwagen waren bei der zunächst erfolglosen Fahndung nach den Tätern im Einsatz. Der Staatsschutz habe die Ermittlungen übernommen. Das gelte auch für den ausgebrannten Wagen der Gewerkschaft der Polizei. „Das ist ein Totalschaden“, sagte der Sprecher. Auch bei diesem Brand um 2.40 Uhr vor der GdP-Geschäftsstelle wurde niemand verletzt. Die Suche nach den Tätern mit zehn Streifenwagen blieb zunächst erfolglos.

Hamburgs GdP-Chef Gerhard Kirsch verurteilte die Brände: „Das ist sinnlose Zerstörungswut.“ Er gehe von Brandstiftung aus, sagte er. „Ich bin sehr traurig darüber, dass unser GdP-Fahrzeug verbrannt wurde. Die Zerstörung dieses Fahrzeuges, mit dem wir bei so vielen Gelegenheiten bei den Kolleginnen und Kollegen ehrenamtlich vor Ort waren, macht uns betroffen“, schrieb Kirsch auf seiner Facebook-Seite.

Der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow betonte: „Wir können nicht ausschließen, dass diese Tat politisch motiviert ist.“ Nach Kirschs Einschätzung stehen die Anschläge möglicherweise mit dem G20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg in Verbindung: „Das ist Spekulation, aber auch im vergangenen Jahr wurde vor dem OSZE-Treffen im Dezember in Hamburg der Carport eines Polizeiführers angezündet.“ Der CDU-Innenexperte Dennis Gladiator betonte: „Wenn im Rahmen des G20-Gipfels Linksextremisten und andere Gewalttäter ganz Hamburg terrorisieren wollen, müssen wir dafür sorgen, dass unsere Polizei nicht der Leitragende ist.“ Gegen die Gewalttäter müsse konsequent vorgegangen werden.

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erstellt am 17.Mär.2017 | 08:44 Uhr

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