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Hamburg

09. Dezember 2016 | 08:42 Uhr

Öffentlicher Nahverkehr Hamburg : WLan und Streckenausbau: Das tut sich bei der Hamburger S-Bahn

vom

Immer mehr Menschen in Hamburg nutzen die S-Bahn - und das Unternehmen reagiert. Die Baustellen in der Übersicht.

Hamburg | Kein Stillstand bei Hamburgs S-Bahn, das Unternehmen eilt von Rekord zu Rekord. 271 Millionen Fahrgäste transportierte die Bahn-Tochter 2015 auf vier Linien im Großraum der Metropole. „Für dieses Jahr prognostizieren wir einen weiteren Zuwachs um drei Prozent“, sagte S-Bahn-Chef Kay Uwe Arnecke am Donenrstag. Grund ist die beständig steigende Anziehungskraft Hamburgs samt Speckgürtel.

Und das Netz ist in ständigem Wandel. Ein Überblick.

S-Bahnhof Elbbrücken: Der Bau der Station an der Linie S 3/S31 hat begonnen. Arnecke: „Der Bau ist schwierig, erfolgt unter dem rollenden Rad. Wir wollen Ende 2018 fertig sein.“ Die Station erhält einen gläsernen Skywalk als Verbindung zum U-4-Bahnhof Elbbrücken.

S-Bahnhof Ottensen: Nach jahrelanger Diskussion liegen die Pläne für eine neue Station an der Linie S1/S11 zwischen Altona und Bahrenfeld vor. Sie soll vor allem die 10.000 Bewohner der Neuen Mitte Altona ans Netz anschließen. Baubeginn: Mitte 2018, fertig: Ende 2020.

S 4: Der Ausbau der Strecke Hamburg-Bad Oldesloe ist das wichtigste Nahverkehrsvorhaben neben der U5. Auch der überlastete Hauptbahnhof soll profitieren. Die S4 ist fest im Bundesverkehrswegeplan verankert, doch noch gibt es keine endgültige Finanzierungszusage des Bundes für das eine Milliarde Euro teure Projekt. Beobachter rechnen mit einer Fertigstellung frühestens Mitte der 20er Jahre.

S 21: Der Ausbau und die Elektrifizierung der bisherigen AKN-Strecke A 1 von Hamburg nach Kaltenkirchen ist in trockenen Tüchern. Arnecke: „Ich denke, dass 2021 der erste Zug rollt.“

Fahrzeuge: Im Herbst kommt erstmals ein Prototyp der neu konzipierten Reihe ET 490 zu Testfahrten nach Hamburg. Die schnittigen Züge haben Durchgänge zwischen den Waggons und mehr Platz für Rollstuhlfahrer und Reisende mit Koffern. In der zweiten Jahreshälfte 2017 sollen acht Fahrzeuge der Vorserie im regulären Betrieb erprobt werden. Bis Ende 2018 will die S-Bahn 60 dieser Züge in Hamburg und Umgebung einsetzen.

Instandhaltungswerk Stellingen: Der zunehmende S-Bahnverkehr erfordert den Bau eines neuen Instandhaltungswerks am Kronsaalsweg (Stellingen). Für 35 Millionen Euro entsteht ab Mitte 2017 eine 150 Meter lange Werkhalle mit vier Gleisen. Dort kümmern sich 100 Mitarbeiter im 24-Stunden-Betrieb um bis zu acht Kurzzüge gleichzeitig. Die Kapazität ist dreimal so groß wie im Werk Elbgaustraße, das mit Inbetriebnahme der neuen Halle Ende 2018 geschlossen wird.

WLan: Arnecke: „Wir prüfen derzeit WLAN-Zugänge an Stationen, eine Entscheidung ist noch nicht gefallen.“ Schwieriger sei drahtloses Internet in den Zügen, weil in den Tunnel aufwändig Funktechnik nachgerüstet werden müsste.

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erstellt am 15.Sep.2016 | 19:37 Uhr

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