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Hamburg

08. Dezember 2016 | 03:17 Uhr

Universitätsklinikum Eppendorf : Warum Medizinstudenten in Hamburg einen Knigge brauchen

vom
Aus der Onlineredaktion

Am UKE hat es hat viele unzufriedene Stimmen über das Verhalten Einzelner gegeben. Die Lösung: ein „UKE-Knigge“.

Hamburg | Schluss mit Schlabberlook, Zuspätkommen und anderen Unsitten von Medizinstudenten in Hamburg: Am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) gilt ab diesem Wintersemester ein „Verhaltenskodex“. „Wir haben damit festgeschrieben, was ohnehin schon immer Maßgabe unseres guten gemeinsamen Miteinanders war“, sagt Prof. Andreas Guse, Prodekan für Lehre.

Dennoch sei der neue „UKE-Knigge“ notwendig, weil es in den vergangenen Semestern „mitunter unzufriedene Stimmen über das Verhalten Einzelner im Vorlesungsbetrieb gegeben“ habe, so Guse. „Das wollten wir proaktiv angehen und verbessern.“ Tatsächlich hatten sich Beschwerden über unangemessenes Auftreten gehäuft. 

Eine Arbeitsgruppe aus Lehrenden und Studierenden hat daher Grundsätze guten Benehmens formuliert und in einem Leitfaden festgeschrieben. Sie gelten formal ausschließlich für Uni-Veranstaltungen mit Beteiligung von Patienten. Indirekt dürfte sich der „Knigge“ allerdings auch auf das allgemeine Verhalten auf dem Gelände des UKE auswirken. 

Die Regeln haben es in sich - und werfen ein Licht auf das, was teilweise in Hörsälen und Krankenzimmern bisher vorgekommen sein muss. So ist ab sofort die Nutzung von Handys und Smartphones während der Lehrveranstaltung ebenso untersagt wie essen und trinken. Studenten hätten „auf ein angemessenes und gepflegtes äußeres Erscheinungsbild bei Veranstaltungen mit Patienten zu achten“ heißt es an anderer Stelle. Und weiter: „Lehrende und Studierende haben pünktlich zu den Unterrichtsveranstaltungen zu erscheinen, sie sind bei Lehrveranstaltungen aufmerksam, konzentrieren sich und beteiligen sich aktiv“. Auch die Nutzung von Tablets und Notebooks soll auf das „absolut Notwendige“ beschränkt werden, Fotos, Film- und Videoaufnahmen während der Lehrveranstaltungen hätten zu unterbleiben. 

All das gilt nicht allein für Studierende, sondern ausdrücklich auch für die Dozenten, betonen die Verantwortlichen. Einen Strafenkatalog gibt es im Übrigen nicht. Andreas Guse: „Sanktionen bei Missachtung sind nicht vorgesehen. Alle Beteiligten bauen auf ein vertrauensvolles Miteinander und gegenseitiges Verständnis.“

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erstellt am 17.Okt.2016 | 17:28 Uhr

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