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Hamburg

09. Dezember 2016 | 06:53 Uhr

Bildungsministerin : Wanka will Schulen digitalisieren - aus Hamburg kommt Kritik

vom

Alle 40.000 Schulen in Deutschland sollen in den kommenden fünf Jahren mit Computern und WLAN ausgestattet werden.

Hamburg/Berlin | Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe hat zurückhaltend auf die Pläne von CDU-Bundesbildungsministerin Johanna Wanka reagiert, Milliarden für Internet und Computer an Schulen auszugeben. „Wir erwarten, dass nach vielen Ankündigungen jetzt auch konkrete Finanzplanungen erfolgen, damit nicht am Ende heiße Luft übrig bleibt“, teilte der SPD-Politiker und Sprecher der rot-grün geführten Kultusministerien der Länder am Sonntag mit.

Die SPD habe neun Milliarden Euro für den Ausbau der digitalen Bildung angekündigt, Wanka nun fünf Milliarden Euro - „aber in der Haushaltsplanung des Bundes ist bislang kein Geld vorgesehen“, bemängelte Rabe. Er forderte die Ministerin zur Zusammenarbeit mit den Ländern auf. Sie solle „nicht im Alleingang unklare Ankündigungen“ veröffentlichen.

Wanka hatte in der „Bild am Sonntag“ einen Digital-Pakt zwischen Bund und Ländern angekündigt, den sie am Mittwoch offiziell vorstellen will. Mit dem fünf Milliarden schweren Programm will sie bis 2021 die Ausstattung der Schulen in Deutschland mit Computern und freiem Internet verbessern. „Schüler müssen heute auch digital lernen und arbeiten können, statt nur zu daddeln“, sagte Wanka der Zeitung. Das Kooperationsverbot des Grundgesetzes, das eine Zusammenarbeit von Bund und Ländern bei der Bildung untersagt, ist laut Wanka kein Hindernis für die Pläne. Der Artikel 91 c im Grundgesetz erlaube die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Informationstechnik.

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erstellt am 09.Okt.2016 | 16:06 Uhr

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