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Hamburg

05. Dezember 2016 | 17:40 Uhr

Transplantationen : Vorwürfe gegen UKE: Staatsanwaltschaft fordert weitere Unterlagen

vom

Ärzte sollen Daten von Patienten falsch angegeben haben, damit diese schneller ein Spenderorgan bekommen.

Hamburg | Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat weitere Unterlagen bei der Bundesärztekammer angefordert, um Unregelmäßigkeiten in den Behandlungsunterlagen von Transplantationspatienten des Universitätsklinikums Eppendorf (UKE) aufzuklären. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte am Mittwoch: „Wir konnten den Sachverhalt noch nicht umfassend prüfen, da noch Unterlagen fehlen. Diese Unterlagen haben wir nun angefordert.“ Zuvor hatte die Prüfungs- und Überwachungskommission (PÜK) von GKV-Spitzenverband, Krankenhausgesellschaft und Bundesärztekammer Unregelmäßigkeiten beanstandet, die zum Teil relevant seien für die Vergabe von Spendeorganen.

In Deutschland hoffen mehr als 10.000 schwer kranke Menschen auf die Transplantation eines Organs. Doch die Bereitschaft zur Organspende ist gering - Schuld daran sind zurückliegende Transplantationsskandale.

In einer Stellungnahme des UKE vom Dienstag hatte die Klinik Übertragungsfehler eingeräumt. Die Organvergabe sei dadurch aber nicht beeinflusst worden. Aus Sicht der Prüfungskommission waren am Mittwoch von 14 beanstandeten Fällen vier erklärbar und erledigt.

Am 13. Oktober hatte die Prüfungs- und Überwachungskommission (PÜK) von GKV-Spitzenverband, Krankenhausgesellschaft und Bundesärztekammer einen Bericht zu Lungentransplantationen im UKE und der LungenClinic Großhansdorf vorgelegt. In 14 von 25 Fällen beanstandete die Kommission Unregelmäßigkeiten. Sieben Patientenakten der Klinik Großhansdorf waren nicht mehr auffindbar.

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erstellt am 16.Nov.2016 | 12:40 Uhr

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