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Hamburg

06. Dezember 2016 | 21:49 Uhr

Hamburg : Vogelgrippe-Fall bei Hagenbeck – Tierpark geschlossen

vom

Die Vogelgrippe macht auch vor Zoos nicht Halt. Drei Gänse wurden positiv auf den Virus H5N8 getestet.

Hamburg | Im Hamburger Tierpark Hagenbeck gibt es die ersten Fälle von Vogelgrippe. Drei Gänse wurden positiv auf die europaweit kursierende H5N8-Variante getestet, teilte eine Sprecherin des Tierparks am Dienstag.

Der Park blieb am Dienstag geschlossen, wird über die Internetseite von Hagenbeck informiert. Nur das Tropen-Aquarium sei wie gewohnt geöffnet.

Die Tiere waren am Montag tot in ihren Stallungen gefunden worden. Experten des Friedrich-Loeffler-Instituts stellten dann die Vogelgrippe fest. Wie lange der Park geschlossen bleiben muss, konnte die Sprecherin nicht sagen. Das weitere Vorgehen werde gemeinsam mit den Experten abgestimmt.

Bereits Anfang November waren bei Hagenbeck umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz vor der Vogelgrippe ergriffen worden. Kurz nach Bekanntwerden des ersten Verdachtsfalls in Schleswig-Holstein hatten Tierpfleger damit begonnen, Flamingos und Pelikane in ihre Winterquartiere zu bringen. Aber auch freilaufende Hühnerrassen, Gänse und Enten wurden in Stallungen untergebracht.

Bisher wurde in Hamburg bei sechs toten Vögeln Geflügelpest festgestellt. Die letzten bestätigten Fälle meldete die Gesundheitsbehörde am vergangenen Freitag. Der Fundort der Vögel war bisher immer in Rothenburgsort im Osten der Stadt. Der bestehende Sperrbezirk rund um Rothenburgsort und die Festsetzung des gesamten Stadtgebietes als Beobachtungsgebiet bleiben bis auf Weiteres unverändert bestehen, teilte die Behörde mit. Weiterhin gilt auch, dass Hunde und Katzen im gesamten Stadtgebiet nicht frei herumlaufen dürfen, damit sie nicht mit Kadavern toter Wildvögel in Kontakt kommen und den Erreger weiterverbreiten.

Auch in Schleswig-Holsteins Tierparks wurden bereits Sicherheitsvorkehrungen ergriffen. Konkrete Vogelgrippe-Fälle gab es aber bislang nicht.

Im Tierpark Neumünster beinhalten die Vorsichtsmaßnahmen vor allem die Desinfektion von Schuhen, Kinderwagen und Bollerwagen der Besucher. Der Park stellt Desinfektionsmittel zur Verfügung, mit denen auch die Reifen der Wagen besprüht werden müssen. Auch die Mitarbeiter sind von den Maßnahmen betroffen. Sie dürfen die Vogelbereiche nur mit Schutzbekleidung betreten.

Zusätzlich wurden fast alle Vögel in überdachten Gehegen untergebracht. Ausgenommen davon sind die Humboldt–Pinguine und der See- sowie Steinadler. „Unsere Vögel haben auch hinter den Kulissen ausreichend Platz zur Verfügung“, betont Zoologische Leiterin Verena Kaspari.

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erstellt am 29.Nov.2016 | 14:34 Uhr

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