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Hamburg

05. Dezember 2016 | 09:39 Uhr

Ein Jahr nach Tod des Altkanzlers : Virtueller Rundgang: Helmut Schmidts Wohnhaus wird begehbar

vom

Bibliothek und Kellerbar geöffnet: Ab dem 10. November kann das Wohnhaus virtuell besichtigt werden.

Hamburg | Exakt ein Jahr nach dem Tod von Helmut Schmidt soll sich am Donnerstag die Tür zu seinem Wohnhaus in Hamburg-Langenhorn öffnen – wenn auch nur im Internet. „Wir wollen am 10. November die Internetseite mit einem virtuellen Rundgang durch das Haus am Neubergerweg freischalten“, kündigte Stefan Herms am Mittwoch an.

Helmut Schmidt starb im vergangenen Jahr im Alter von 96 Jahren. Er und seine Ehefrau Loki hatten verfügt, dass ihr Wohnhaus nach ihrem Tod in ein offen zugängliches Museum umgewandelt wird.

Stefan Herms ist Geschäftsführer der Helmut-und-Loki-Schmidt-Stiftung, der die Immobilie und das Archiv des Altkanzlers und seiner Frau Loki übertragen worden sind. Helmut Schmidt war dort am 10. November 2015 im Alter von 96 Jahren gestorben. Schon kurz nach dem Tod des populären SPD-Politikers gab es Bestrebungen, das Domizil der Schmidts im Stadtteil Langenhorn für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Der frühere Kanzler hat es selbst so festgelegt.

<p>Das Wohnhaus der Schmidts in Hamburg-Langenhorn.</p>

Das Wohnhaus der Schmidts in Hamburg-Langenhorn.

Foto: dpa/Archiv
 

„Ein Museum mit Massen von Besuchern ist dort allerdings nicht umsetzbar“ , bedauert Herms. Nun soll zumindest die virtuelle Begehung als Alternative einen einigermaßen umfassenden Einblick ermöglichen (hier geht es zum 360-Grad-Rundgang). Moderator des Rundgangs ist „Zeit“-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo. Zudem erwägt die Stiftung nach Angaben ihres Geschäftsführers Herms, die Räume zumindest an bestimmten Tagen für angemeldete Gruppen zu öffnen.

Als besonders sehenswert gelten die umfangreiche Bibliothek sowie die Kellerbar, in der 30 Jahre lang die legendären „Freitagsgesellschaften“ der Schmidts mit prominenten Teilnehmern über die Bühne gingen.

Viele Einzelheiten im Umgang mit dem Nachlass des Hamburger Ehrenbürgers klärt Herms derzeit mit der in Gründung befindlichen Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung. Auf Beschluss des Bundestages soll diese das politische Wirken des Sozialdemokraten aufarbeiten und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Im Mittelpunkt wird dabei die wissenschaftliche Erforschung des Nachlasses und die Auswertung des persönlichen Archivs von Helmut Schmidt stehen.

Zum ersten Todestag des Altkanzlers erweist seine Heimatstadt ihm eine besondere Ehre im Flughafen Fuhlsbüttel. Dieser erhält den Namens „Hamburg Airport - Helmut Schmidt“, zugleich eröffnet dort eine Ausstellung zum Lebenswerk des Staatsmannes und seiner nicht minder beliebten Ehefrau. Zur feierlichen Einweihung wird außer Bürgermeister Olaf Scholz auch die einzige Schmidt-Tochter Susanne Schmidt-Kennedy erwartet.

Die Deutsche Post gedenkt Schmidt zudem am Donnerstag und Freitag mit einem Sonderstempel und einem Sonderbriefumschlag, den es in einer Filiale in Othmarschen zu kaufen gibt. Bereits zu Wochenbeginn hatte die Privathochschule Bucerius Law School ihren zentralen Hörsaal in „Helmut Schmidt Auditorium“ umbenannt.

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erstellt am 09.Nov.2016 | 20:20 Uhr

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