zur Navigation springen

Hamburg

08. Dezember 2016 | 17:14 Uhr

Airport Fuhlsbüttel : Verdi fordert mehr Lohn für Beschäftigte am Hamburger Flughafen

vom

850 Belader und Reinigungskräfte sollen mehr Geld bekommen, fordert die Gewerkschaft. Es geht um 10,50 Euro Stundenlohn.

Hamburg | Die Gewerkschaft Verdi fordert für die rund 850 Belader und Reinigungskräfte am Hamburger Flughafen 250 Euro mehr im Monat und ein Ende befristeter Arbeitsverträge. Um die Tarifrunde für die Bodenverkehrsdienste einzuläuten, hat Verdi den bis Jahresende laufenden Tarifvertrag gekündigt, wie Gewerkschaftssprecher Björn Krings der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg sagte.

„Gerade für die unteren Lohngruppen wäre die Erhöhung ein ordentlicher Schluck aus der Lohnpulle“, sagte Krings. Sie würde den aktuellen Stundenlohn von 8,84 Euro brutto dann auf 10,50 Euro bringen. Erste Verhandlungen mit der Arbeitgeberseite werden für Dezember erwartet. Die Bodenverkehrsdienste führt der Flughafen Hamburg in den Tochterfirmen Groundstars, Stars und Cats.

Nach dem Willen der Arbeitnehmervertreter soll der nächste Tarifvertrag - ohne Nullmonate - von Januar 2017 an für ein Jahr gelten. Für rund 200 Beschäftigte verlangt die Gewerschaft, dass die „grundlose Befristung“ ihrer Verträge beendet wird. Für weitere 200 Mitarbeiter fordert Verdi, deren Effektivstundenverträge über zehn oder 20 Arbeitsstunden umzustellen. Da sie ohnehin mehr arbeiteten, sollten ihre Verträge entsprechend geändert werden. „Die Mitarbeiter sind vom guten Willen des Arbeitgebers abhängig“, monierte Krings. Außerdem wird es um die Neustrukturierung der Tarifgruppen sowie die Erhöhung von Zuschlägen gehen.

In einem weiteren Tarifstreit, der am Flughafen die Beschäftigten bei den Sicherheitskontrollen für Passagiere und Personal betrifft, stehen die Dienstleistungsgewerkschaft und der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) vor der zweiten Runde, die für den 23. November angesetzt ist.

Für die rund 10.000 Beschäftigten der Hamburger Branche, darunter auch Wachdienste und Sicherheitskräfte für Flüchtlingsheime, haben die Arbeitgeber 2,2 Prozent mehr Geld angeboten, jeweils zum 1.

Januar 2017 und 2018. Hamburgs Verdi-Verhandlungsführer Peter Breme verlangte, „ordentlich was draufzulegen“. Nach dem Willen von Verdi sollen feste Beträge auf den Stundenlohn aufgeschlagen werden. So soll die unterste Lohngruppe von neun auf elf Euro erhöht werden. Das Sicherheitspersonal am Flughafen sollte künftig pauschal 17,75 Euro pro Stunde verdienen, nach zuletzt 15,50 Euro. Im Arbeitskampf Anfang 2015 hatten Warnstreiks des Sicherheitspersonals den Hamburger Flughafen an einem Tag nahezu lahmgelegt.

zur Startseite

von
erstellt am 10.Nov.2016 | 08:29 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen