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Hamburg

10. Dezember 2016 | 04:17 Uhr

Wetter : Überschwemmungen nach Regen in Hamburg und SH

vom

Die Pfützen aus der Nacht waren noch nicht überall getrocknet, da kamen am späten Nachmittag schon die nächsten Wolkenbrüche.

Hamburg/Kellinghusen/Rendsburg | Kräftige Wolkenbrüche haben am Dienstagnachmittag Straßen und Keller in Hamburg und Teilen Schleswig-Holsteins unter Wasser gesetzt. In Dithmarschen und auf Sylt wurden sogar Windhosen gesichtet.

Besonders betroffen waren nach Angaben der Hamburger Feuerwehr die Innenstadt und Stadtteile wie Rotherbaum. Nach Angaben der Universität Hamburg fielen zwischen 15.30 und 16.15 Uhr mehr als zehn Liter Regen pro Quadratmeter. Die Feuerwehr musst am Dienstag zu mehr als 200 Einsätzen ausrücken. Besonders betroffen war nach Angaben der Feuerwehr vom Mittwoch der Westen der Stadt. Keller waren vollgelaufen und Straßen kurzzeitig überschwemmt.

Im Verkehr verursachte das Unwetter kurzzeitig Behinderungen, größere Straßensperrungen gab es nach Angaben der Einsatzkräfte jedoch nicht. Auch Menschen wurden nicht verletzt. Insgesamt verzeichnete die Feuerwehr 231 Einsätze in vier Stunden.

Auch in einigen Orten Schleswig-Holsteins fiel in kürzester Zeit viel Regen.

In Kellinghusen bahnen sich die Autos ihren Weg durch tiefe Pfützen.
In Kellinghusen bahnen sich die Autos ihren Weg durch tiefe Pfützen. Foto: Georg Geldszus

In Rendsburg war es am frühen Nachmittag besonders heftig. Mehrere Unterführungen, Keller und auch mindestens ein Geschäft in der Innenstadt standen unter Wasser. Land unter hieß es an den Unterführungen Kieler Straße, Röhlingsweg und Brückenstraße. Auch einige Fußgängertunnel waren unpassierbar geworden.

<p>Auch wenn die Unterführung zwischen Rendsburg und Büdelsdorf unter Wasser stand, setzten diese Autofahrer ihre Fahrt fort.  </p>

Auch wenn die Unterführung zwischen Rendsburg und Büdelsdorf unter Wasser stand, setzten diese Autofahrer ihre Fahrt fort. 

Foto: Ulrich Hoeck

Auch in Bredstedt gab es Hochwasser, in diesem Video kommt ein Auto nicht vor und zurück:

Bereits in der Nacht zum Dienstag hatten Regenfluten über 100 Kilo schwere Fahrbahntrenner in einer Baustelle in Hamburg-Schnelsen verschoben. Die Autobahn musste für eine kurzfristige Reparatur mit einem Schwerlastkran für rund vier Stunden gesperrt werden, sagte der Sprecher der Projektgesellschaft Via Solutions Nord, Christian Merl.

Ein jahrzehntealter Durchlass unter der Autobahn habe die Wassermassen nicht mehr fassen können, daraufhin sei ein Graben über die Ufer getreten und habe die Autobahn geflutet. Durchfahrende Lastwagen hätten das Wasser gegen die provisorische Mittelleitplanke gedrückt und sie dadurch verschoben. Die Sperrung konnte noch vor Beginn des Berufsverkehrs wieder aufgehoben werden.

Die starken Regenfälle machten auch der Feuerwehr viel Arbeit. In Hamburg-Stellingen und Eimsbüttel seien in der Nacht rund 20 Einsätze gezählt worden, sagte Feuerwehrsprecher Martin Schneider. Meist ging es um vollgelaufene Keller oder überflutete Straßen. Auch an der A23 nördlich von Eidelstedt gab es eine kurzzeitige Sperrung.

In den kommenden Tagen soll es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes unbeständig bleiben. Am Donnerstag, dem nächsten Spieltag der deutschen Fußballnationalmannschaft bei der EM könnte es etwas besser werden, sagte der Meteorologe Markus Eifried. Die Regenjacke sollte aber beim Fußballgucken im Freien dabei sein.

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erstellt am 14.Jun.2016 | 06:41 Uhr

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