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Hamburg : Überfall auf Wohnhaus: Freispruch für Angeklagten gefordert

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Der 25-Jährige soll versucht haben, in das Haus eines 65-Jährigen einzudringen. Sein Komplize wurde erschossen.

Hamburg | Ein als Mittäter bei einem Überfall in Hamburg-Jenfeld angeklagter Mann muss nach Ansicht seines Verteidigers freigesprochen werden. Für seine Beteiligung an der Tat im Juni 2015 gebe es keine Beweise, sagte der Anwalt am Freitag vor dem Hamburger Landgericht. Die Staatsanwaltschaft hatte am Vortag eine mehrjährige Haftstrafe gefordert.

Der 25 Jahre alte Angeklagte soll zusammen mit einem Komplizen versucht haben, gewaltsam in das Haus eines 65-Jährigen einzudringen. Der Hausbesitzer griff jedoch zur Pistole und erschoss einen der Eindringlinge in Notwehr. Eine ehemalige Freundin des Angeklagten war im Herbst 2016 zur Polizei gegangen und hatte ihn der Tat beschuldigt. Anlass der Anzeige waren Misshandlungen gewesen.

Sein Mandant habe eingeräumt, der Freundin mit dem Handy auf den Arm geschlagen und sie geschubst zu haben. Diese Taten sollten mit einer maßvollen Bewährungsstrafe geahndet werden, sagte der Verteidiger. Im Übrigen sei die Freundin nicht glaubwürdig. Sie habe schon zuvor die Unwahrheit gesagt und habe ihren Freund wegen der Auseinandersetzungen unbedingt im Gefängnis sehen wollen.

Die Staatsanwältin hatte eine Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren und zehn Monaten gefordert. Allein die Beteiligung an dem Überfall sollte nach Ansicht der Anklagevertreterin mit dreieinhalb Jahren Haft bestraft werden.

In seinem letzten Wort bat der Angeklagte für die Misshandlung seiner Ex-Freundin um Entschuldigung, auch wenn die Vorwürfe in dieser Sache übertrieben seien. An dem Überfall in Jenfeld sei er nicht beteiligt gewesen. Darum habe er in diesem Punkt auch kein Geständnis ablegen können. Das Gericht will sein Urteil am 20. März verkünden.

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erstellt am 10.Mär.2017 | 13:23 Uhr

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