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Hamburg

07. Dezember 2016 | 09:45 Uhr

Nach tödlichem Unfall in Neuengamme : Trauer um Polizisten: Flaggen an der Heimatwache auf Halbmast

vom

Kollegen und Freunde erinnern an den am Montag verunglückten Polizisten. In Hamburg fährt die Polizei mit Trauerflor.

Hamburg | Zum Gedenken an den am Montag bei einem schweren Unfall tödlich verunglückten Polizisten in Neuengamme haben Kollegen und Freunde an der Unfallstelle Blumen niedergelegt und Kerzen angezündet. Die Flaggen vor seiner Heimatwache wurden auf halbmast gesenkt. Es ist der erste Todesfall im Dienst für die Hamburger Polizei seit 20 Jahren.

Am Ort des tragischen Unfalls erinnern Blumen und Abzeichen an den 51-jährigen Polizisten.
Am Ort des tragischen Unfalls erinnern Blumen und Abzeichen an den 51-jährigen Polizisten. Foto: Peter Wüst

Innensenator Andy Grote (SPD), den die Nachricht am Montagabend kurz vor seinem Abflug zu den Olympischen Spielen erreichte, zeigte sich in einer Twitter-Botschaft aus Rio de Janeiro „sehr sehr traurig. Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen des im Einsatz für unsere Stadt ums Leben gekommenen Kollegen!“ Die Innenbehörde ordnete am Dienstag eine dreitägige Trauerbeflaggung an allen Dienstgebäuden der Hamburger Polizei und der Innenbehörde selbst an. Auch Streifenwagen und Polizeimotorräder fahren mit einem Trauerflor durch die Hansestadt. Via Twitter kondolierten zahlreiche Polizeikommissariate aus ganz Deutschland. Bei dem gestorbenen Beamten handelte es sich laut NDR um einen zweifachen Familienvater.

 

Nach bisherigen Erkenntnissen fuhr das Polizeimotorrad mit eingeschalteten Sondersignalen den Kirchwerder Landweg stadteinwärts. Der Fahrer (47) des in dieselbe Richtung fahrenden Mercedes Sprinter wollte nach links auf eine Grundstückseinfahrt abbiegen und übersah offensichtlich den 51-jährigen Motorradfahrer. Es kam zu einem Zusammenstoß, bei dem der Polizeibeamte am Unfallort verstarb. Der Fahrer des Klein-Lkw konnte nach ambulanter Behandlung das Krankenhaus wieder verlassen. Ein Kriseninterventionsteam der Polizei betreute die Hinterbliebenen und die Dienststellen-Kollegen des toten Polizisten.

Die Ermittler des Verkehrsunfalldienstes haben einen Sachverständigen zur Rekonstruktion des Unfallherganges hinzugezogen. Die beiden Fahrzeuge wurden zur Untersuchung sichergestellt.

Zuletzt war am 16. August 1996 ein Hamburger Polizist im Dienst ums Leben gekommen. Damals wurde in Lohbrügge ebenfalls ein Beamter der Wache Bergedorf bei einer Verkehrskontrolle erschossen. Zehn Tage zuvor war ein Hamburger Polizeihubschrauber bei einer Übung in Neustadt/Holstein abgestürzt, dabei starben damals fünf Polizisten.

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erstellt am 16.Aug.2016 | 16:43 Uhr

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