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Hamburg

10. Dezember 2016 | 19:31 Uhr

Start-Up-Szene : „Tinder“ fürs Restaurant und blaue Monster: Hamburgs App-Bastler

vom

Am Dienstagabend werden in der Hansestadt die besten und kreativsten Apps gekürt.

Hamburg | In Hamburgs Start-up-Szene tobt der Erfindergeist. Die Handelskammer hat 109 Vorschläge gesammelt und will am Dienstagabend „Hamburgs beste App“ küren. Der Preis wird zum zweiten Mal vergeben.

Hunderte Apps werden hier entwickelt und programmiert. Am Dienstagabend werden die Gewinner in sechs Kategorien bekanntgegeben. Die Preise sind mit bis zu 5000 Euro dotiert. Alle Apps wurden von Hamburgern entwickelt oder für ein Unternehmen der Hansestadt. Einige sind noch im Beta-Stadium, sind also noch nicht offiziell auf dem Markt. Hier ein Auszug aus der langen Liste der Einreichungen:

1. Admeee

Patrick Koch, einer der Gründer zu sehen vor dem „Admeee“- Logo.
Patrick Koch, einer der Gründer zu sehen vor dem „Admeee“- Logo. Foto: Admeee
 

Werbung im Internet nervt viele - aber schauten Sie sie genauer an, wenn Sie dafür bezahlt würden? Die Entwickler der App „Admeee“ wollen, dass werbetreibende Unternehmen ihre Endkunden direkt erreichen und für deren Aufmerksamkeit bezahlen - in Form von Guthaben bei einem Bezahlsystem oder anderen Gutscheinen.

2. Foodguide

Leckere Gerichte können Sie in Zukunft up- oder down-voten auf „Foodguide“.
Leckere Gerichte können Sie in Zukunft up- oder down-voten auf „Foodguide“. Foto: Jörg Carstensen/dpa
 

„Foodguide“ will die Suche nach Restaurants so einfach machen wie die Partnersuche der jungen „Tinder“-Generation: Statt Bilder von Menschen sieht man Gerichte. Ein Wisch nach rechts bedeutet, dass sie gefallen. Dann erfährt man, wo sich das Restaurant mit dem gewünschten Essen befindet. Über die App können Nutzer die Bilder auch kommentieren oder sie für später speichern.

3. Tabbt

Wer schuldet wem was? Diese neue App bietet eine Übersicht.
Wer schuldet wem was? Diese neue App bietet eine Übersicht. Foto: Imago/MCPhoto
 

Teilt man sich im Restaurant die Rechnung mit Freunden oder kauft man ein Gruppengeschenk, kommt es manchmal zur nervigen Situation: Niemand weiß mehr, wer wem noch wie viel Geld schuldet.

Mit der App „Tabbt“ kann man Gruppen für Anlässe erstellen, seine Schulden bei Freunden eintragen und diese direkt durch die App mit einer Bezahlsoftware begleichen.

4. Pocketstory

„Pocketstory“ stellt ausgewählte Artikel verschiedener Zeitungen zusammen.
„Pocketstory“ stellt ausgewählte Artikel verschiedener Zeitungen zusammen. Foto: Jens Kalaene/dpa
 

Will man einen Artikel aus „Der Spiegel“ und einen aus der „FAZ“ lesen, aber trotzdem nicht beide Ausgaben ganz kaufen? Dann bietet „Pocketstory“ eine Lösung: Die App bietet Nutzern einzelne Artikel oder gleich eine Zusammenstellung ausgewählter Texte aus deutschen Magazinen, Zeitungen und Büchern für ein paar Euro im Monat.

5. Apploadforhelp

Mit dieser App können Ausländer und Flüchtlinge sich mit dem trockenen Behördendeutsch helfen lassen.
Mit dieser App können Ausländer und Flüchtlinge sich mit dem trockenen Behördendeutsch helfen lassen. Foto: imago
 

Behördendeutsch zu verstehen kann für Ausländer ganz schön schwer sein. Da will „ApploadForHelp“ zu Diensten sein: Benutzer können einen Brief abfotografieren, per App einsenden und dann erhalten sie laut den App-Entwicklern innerhalb von 48 Stunden Auskunft darüber, was sie tun sollten.

6. Schüler-Apps

Auch Stundenplan-Apps werden am Dienstagabend in Hamburg vorgestellt und ausgezeichnet.
Auch Stundenplan-Apps werden am Dienstagabend in Hamburg vorgestellt und ausgezeichnet. Foto: Daniel Naupold/dpa
 

Auch der Schulalltag ist heute digital. Mehrere Schüler-Apps präsentieren Funktionen wie einen persönlichen Stundenplan, einen Abi-Rechner, den Speiseplan der Schulkantine, Schulausfall-Mitteilungen und eine Funktion zur Krankmeldung.

7. Pupuri

Mit dieser App haben die Eltern die Kontrolle über die App-Nutzung der Kinder.
Mit dieser App haben die Eltern die Kontrolle über die App-Nutzung der Kinder. Foto: Tobias Hase/dpa
 

Spielen die Kinder zu oft auf dem Smartphone, dann können Eltern sich helfen lassen. Diese App lässt die Erziehungsberechtigten bestimmen, mit welchen Apps, wann und wie lange der Nachwuchs spielen darf.

8. Patchie

Für Kinder ist die Therapie belastend und schmerzhaft. Die App „Patchie“ unterstützt das Kind und zeigt spielerisch die Wichtigkeit der Therapie auf.
Für Kinder ist die Therapie belastend und schmerzhaft. Die App „Patchie“ unterstützt das Kind und zeigt spielerisch die Wichtigkeit der Therapie auf. Foto: Arno Burgi/ZB

Ein kleines blaues dreiäugiges Monster soll Kindern helfen, die an der unheilbaren Stoffwechselkrankheit Mukoviszidose leiden. Die Therapie der Krankheit ist sehr aufwändig und daher für die ganze Familie belastend. Das App-Monster leidet an der gleichen Krankheit wie das Kind, welches sich mit den gleichen Therapiemaßnahmen um das virtuelle Fabelwesen kümmern muss. Tut es dies nicht, geht es dem Monster schlecht. Dies soll dem Kind spielerisch die Wichtigkeit der Therapie aufzeigen.

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erstellt am 28.Nov.2016 | 12:08 Uhr

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