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Hamburg

09. Dezember 2016 | 12:42 Uhr

Erste Bilanz : Til-Schweiger-Stiftung: Mehr als eine Million Euro Spendengelder

vom
Aus der Onlineredaktion

Die Til-Schweiger-Stiftung zieht vier Monate nach ihrer Gründung eine erste Bilanz: Mehr als eine Million Euro wurden bisher gespendet.

Hamburg | Die Stiftung von Filmstar Til Schweiger (52) hat ihren ersten Geschäftsbericht vorgelegt. Von den in den ersten vier Monaten zusammengekommenen Spendengeldern in Höhe von etwas mehr als einer Million Euro seien rund 643.000 Euro bewilligt worden, teilte die „Til Schweiger Foundation“ mit. Rund 20 verschiedene Projekte habe die Stiftung damit unterstützt. „Mittlerweile sind wir schon bei über 30. Viele davon im Bereich Flüchtlingshilfe“, erklärte Schweiger.

Ziel der „Til Schweiger Foundation“ ist nach eigenen Angaben, die Verbesserung der Chancen benachteiligter Kinder und Jugendlicher jeglicher Herkunft und ihre Teilhabe an Bildung und sozialer Integration. Dafür hat die Stiftung zahlreiche prominente Unterstützer wie Schauspieler Jan Josef Liefers, Musiker Thomas D oder Vizekanzler Sigmar Gabriel.

„Neben unmittelbaren Sofortmaßnahmen wie zusätzlichen Zelten, traumatherapeutischer Stabilisierung und einer mobilen Arztpraxis haben wir vor allem Integration und Sprachförderung von Kindern unterstützt. Mit diesen Maßnahmen konnten wir Hunderte Kinder und Jugendliche erreichen“, erklärte Schweiger.

Seit dem vergangenen Sommer hatte er sich immer wieder in der Diskussion um Flüchtlinge zu Wort gemeldet. Im Juli 2015 ärgerte sich Schweiger über das „empathielose Pack“ und die Ausländerhetze auf seiner Facebook-Seite. Im September stellte er, begleitet von großem Medieninteresse, die Stiftung vor. Geplant hatte Schweiger sie schon länger, in der Flüchtlingskrise sollte es dann schnell gehen. Der Geschäftsbericht bilanziert die Arbeit bis Ende 2015.

„Das zurückliegende Gründungsjahr war vor allem eines: sehr emotional! Noch während der Gründungsphase wurden die Stiftung und ganz Deutschland von der Flüchtlingskrise eingeholt“, schreibt Schweiger im Vorwort. „Hunderttausende suchten Zuflucht und die staatlichen Strukturen kamen an ihre Belastungsgrenze. Schnell festigte sich medial das Bild der Til Schweiger Foundation als Flüchtlingsstiftung.“ Von Anfang an sei sie viel breiter aufgestellt gewesen. Der in Hamburg lebende Vater von vier Kindern betont: „Dabei ist die Stiftung für alle Kinder.“

Anfangs wollte der Schauspieler, Regisseur und Produzent eine Flüchtlingsunterkunft in einer ehemaligen Kaserne in Osterode (Niedersachsen) aufbauen. Da sich die Pläne dort nicht realisieren ließen, konzentrierte sich die Stiftung unter anderem auf die Erstaufnahmeeinrichtung in Osnabrück. „In Osnabrück sind in Kooperation mit dem Land Niedersachsen die Bauplanungen abgeschlossen, da soll es den ersten Spatenstich durch das Land Niedersachsen Ende August geben“, sagte Stiftungsleiter Christian Specht. 250.000 Euro von der Schweiger-Stiftung fließen dort in den Bau eines Kinderbetreuungszentrums.

Flüchtlingshilfe betraf den Großteil (88 Prozent) der ersten Projekte - ob Deutschunterricht oder Gemeinschaftszelte für Kinderprogramme. „Parallel hat die Foundation auch Projekte abseits der Flüchtlingshilfe gefördert“, hieß es. So beteiligte sie sich etwa an einer neuen, im Herbst startenden Arche in Hamburg-Billstedt, der Begegnungsstätte Villa Kunterbu(e)nd(nis) in Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) und dem pädagogisch begleiteten „Kick im Boxring“ in Berlin-Neukölln.

Auch das Jahr 2016 sei super angelaufen, sagte Specht und kündigte an: „Wir machen auf jeden Fall schwungvoll weiter und schieben viele gute Sachen für Kinder und Jugendliche an.“

 

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erstellt am 01.Aug.2016 | 08:51 Uhr

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