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Hamburg

08. Dezember 2016 | 11:02 Uhr

Hamburger Nahverkehr : Ticketpreise für HVV steigen 2017 um 1,4 Prozent

vom
Aus der Onlineredaktion

Die jährliche Tarifanpassung für Bus und Bahn steht an. Der HVV führt außerdem eine elektronische Kundenkarte ein.

Hamburg | Wer mit dem Hamburger Verkehrsverbund HVV unterwegs ist, muss sich für 2017 auf eine Preiserhöhung von durchschnittlich 1,4 Prozent einstellen. „Die jährliche Tarifanpassung gleicht die Kostensteigerungen bei den Verkehrsunternehmen aus. Wir sichern damit auch weiterhin die hohe Qualität im HVV“, teilte HVV-Chef Lutz Aigner am Dienstag mit. Mit neuen Angeboten will der HVV den Service für die Kunden verbessern.

Der Verbund vernetzt 30 Verkehrsbetriebe in der Stadt und in der Metropolregion, die sich nach Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern ausdehnt. Mit dem HVV waren 2015 rund 751 Millionen Menschen unterwegs.

Über den Tarif-Antrag sollen die zuständigen politischen Gremien in den Ländern in den kommenden Wochen entscheiden, teilte der HVV mit. Die neuen Preise sollen zum 1. Januar 2017 wirksam werden.

Bei der geplanten Preisanhebung 2017 werden manche Fahrkartenarten nach der HVV-Mitteilung im Preis unverändert bleiben - darunter die Großbereichskarte (3,20 Euro), die Tageskarten und die Kinderkarte. Die Kurzstreckenkarte soll um 10 Cent auf 1,60 Euro steigen.

Den jährlichen Aufschlag errechnet der Verbund anhand eines Indexes, in den Diesel-, Strom- und Personalkosten ebenso einfließen wie die allgemeinen Lebenshaltungskosten. 2014 waren die Fahrpreise noch um durchschnittlich 3,2 Prozent gestiegen, Anfang dieses Jahres um 1,9 Prozent.

Die Fahrkarten können künftig auch über eine elektronische Kundenkarte bezahlt werden, die derzeit eingeführt wird. Bis zum Jahreswechsel seien alle rund 800 Fahrkartenautomaten umgerüstet, sagte eine HVV-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Sie sollen dann die neue personenbezogene HVV-Card lesen, mit der Einzelfahrkarten und Tagestickets gelöst und elektronisch abgerechnet werden können. Ihr Vorteil: Den Fahrgästen wird ein Rabatt von drei Prozent auf den Fahrpreis gewährt.

Das Bezahlen mit Bargeld an den Automaten bleibe aber auch weiterhin möglich, bekräftigte die Sprecherin. Außerdem können Einzeltickets weiterhin über die HVV-App auf mobilen Endgeräten gekauft werden. Nur an den Automaten der Deutschen Bahn (S-Bahn) sei es auch möglich, HVV-Fahrkarten mit Kreditkarten auszulösen.

Die elektronische Kundenkarte sei schon erfolgreich im Fahrgebiet Harburg getestet worden, berichtete die HVV-Sprecherin. Dort wird sie von etwa 5000 Kunden genutzt. Sie könne auch bereits an den Automaten der Deutschen Bahn (S-Bahn und Regionalbahn) für das HVV-Fahrgebiet eingesetzt werden.

Die rund 2000 HVV-Busse sollen spätestens im Sommer 2017 mit neuen Lesegeräten ausgerüstet sein. Die neuen Karten können künftig bei HVV-Verkaufsstellen und bereits online über die HVV-Internetplattform bestellt werden. Der Kunde kann wählen: Entweder er überweist vorab einen Betrag X für die damit aufzuladende Karte (prepaid) oder er erhält am Monatsende eine Rechnung über die gekauften Fahrkarten. Sie werden für den Karteninhaber automatisch über das Einlesen am Automaten erfasst.

Im Sommer 2017 soll die elektronische Kundenkarte in den Bussen und Bahnen aller Verkehrsunternehmen im HVV einsetzbar sein. Zusätzlich soll dann auch das Abonnement auf die HVV-Card übertragen werden können. Ziel sei, dass der Kunde sämtliche Fahrkarten - vom Einzelfahrschein bis zur ProfiCard - mit seiner HVV-Card nutzen könne, teilte das Unternehmen mit.

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erstellt am 09.Aug.2016 | 07:18 Uhr

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