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Hamburg

11. Dezember 2016 | 11:07 Uhr

Hamburg : „Tag der Architektur“: Vom Smart-Home bis zum Parkhaus

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Baustile, historische Bedeutung und mehr: Beim „Tag der Archtitektur“ können sich Interessierte bei Führungen informieren.

Hamburg | Architektur – für viele Menschen ist das auch in Hamburg ein Buch mit sieben Siegeln. Am kommenden Wochenende gibt es für Interessierte reichlich Aufklärung über Baustile, Intentionen der Baumeister sowie historische Bedeutung von Gebäuden, Brücken und anderem mehr. Beim „Tag der Architektur“ bieten Fachleute am Sonnabend, 25. Juni, und Sonntag, 26. Juni, insgesamt 47 kenntnisreiche Führungen zu herausragenden Werken der Bau- und Ingenieurkunst.

Der Bogen ist weit gespannt, er reicht von Wohnbauten und Schulbauten über eine Wasserrettungsdienststation bis zu Dreh- und Klappbrücken sowie einem Deich. Auf der Liste steht naturgemäß einiges Historisches, darunter ein Tour durch das Gebäude der Patriotischen Gesellschaft an der Trostbrücke sowie ins renovierte Hotel Reichshof am Hauptbahnhof. Dort liegt ein Schwerpunkt auf der Restaurierung historischer Stilelemente unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes. Einen Blick ins Hamburg von anno dazumal gibt es bei einer Führung unter dem Titel „Nur noch Relikte – Wie das historische Hamburg verschwand“. Die Tour durch die Altstadt führt zu Relikten früherer Epochen und zeigt die bauliche Entwicklung vom Mittelalter über die Planungen in der NS-Zeit bis zur Wiederaufbau-Ära.

Im Programm findet sich zugleich viel aktuelle Architektur. Wie das in diesem Jahr eröffnete ZAL Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung in Finkenwerder, gedacht als Silicon Valley der Luftfahrt mit einer bemerkenswerten Verbindung von Büro- und Laborflächen mit Werkstätten, Auditorium, Kantine und Foyer als Innovationsmarktplatz.

Ein Hingucker ist auch das Klubhaus St. Pauli mit der vielleicht schillerndsten Mulitmedia-Fassade hierzulande. Hightech auf den zweiten Blick gibt es im Apartimentum (Rotherbaum) zu bestaunen. Das Wohn- und Geschäftshaus entstand unter Erhalt der gründerzeitlichen Fassade am Mittelweg. Der Bauherr hat das Gebäude als Smart-Home entwickeln lassen – von der Eingangstür bis zur Wohnungsausstattung wird das Haus digital bedient.

Wer die Wiedereröffnung des Planetariums (Winterhude) nicht abwarten kann, darf schon mal luschern und sich den laufenden Umbau erklären lassen. Der Astroturm wird zurzeit entkernt, tragende Stützen werden abgebrochen und neu errichtet, die Fundamente tiefergelegt.

Ins Blickfeld rückt am Wochenende auch sonst wenig beachtete Architektur. Die Radtour „Parkhäuser - Oasen im Verkehr“ unternimmt in der Innenstadt eine Zeitreise durch die Geschichte des ruhenden Verkehrs und beantwortet Fragen wie diese: Was haben Parkhäuser mit Pferdeställen zu tun? Warum treffen sich Film-Bösewichte immer im Parkhaus? Machen Parkhäuser Innenstädte besser? Kann ein Parkhaus schön sein, und wie funktioniert es überhaupt?

Infos und Anmeldungen unter: www.tda-hamburg.de.

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erstellt am 20.Jun.2016 | 21:28 Uhr

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