zur Navigation springen

Hamburg

24. März 2017 | 07:24 Uhr

Schiffskollision im Hamburger Hafen : Strafverfahren gegen Lotsen und Kapitän eingeleitet

vom

Es war wohl menschliches Versagen: Nach der Kollision zweier Schiffe im Hamburger Hafen ist ein Strafverfahren gegen den Lotsen und den Kapitän der „Wilson Fedje“ eingeleitet worden. Das am Strand liegende Schiff „Jade“ hat sich inzwischen zu einer Attraktion entwickelt.

Einen Tag nach dem Schiffsunglück im Hamburger Hafen ist ein Strafverfahren gegen den Lotsen (49) und den Kapitän (41) der „Wilson Fedje“ eingeleitet worden. Wie die Wasserschutzpolizei am Donnerstag angab, ist der Unfall wahrscheinlich auf menschliches Versagen zurückzuführen. Nach ersten Ermittlungen deutet vieles darauf hin, dass die „Wilson Fedje“ zu weit im nördlichen Fahrwasser gefahren ist. Ermittelt werde nun wegen des Verdachts der Gefährdung des Schiffsverkehrs.

Hamburg | Das Seeschiff war am Mittwochmorgen bei dichtem Nebel mit dem deutschen Binnenschiffer „Jade“ kollidiert. Dabei entstand ein großer Riss, so dass die Gefahr bestand, dass das Schiff sinken könnte. Der Schiffsführer (65) steuerte seinen Frachter daraufhin an das Nordufer der Elbe und setzte ihn auf den Strand.

Das Schiff hat sich inzwischen zu einer Attraktion für Schaulustige entwickelt. Viele lassen sich vor der im Sand liegenden „Jade“ fotografieren.

Mit Hilfe eines Schwimmbaggers sollte am Donnerstag der Sojaschrot an Bord der „Jade“ abtransportiert und das Leck mit einer Stahlplatte abgedichtet werden. Am Freitag sollte die „Jade“ dann von einem Schlepper in die Jöhnke Werft gezogen werden. Dort soll der Frachter repariert werden. Die Reederei rechnet mit einem Schaden von mindestens 500.000 Euro.

Der Kapitän der unter der Flagge von Barbados fahrenden „Wilson Fedje“ muss auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Hamburg eine sogenannte Sicherheitsleistung von rund 8000 Euro bezahlen. Das Seeschiff sei wegen eines zivilrechtlichen Verfahrens vorerst an die Kette gelegt worden, teilte der zuständige Gerichtsvollzieher mit. Eigentlich sollte die „Wilson Fedje“ am Donnerstagabend in Richtung des norwegischen Hafen Herøya auslaufen.

zur Startseite

von
erstellt am 06.Mär.2014 | 15:18 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen