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Hamburg

11. Dezember 2016 | 05:19 Uhr

Olympia 2016 in Rio : Steffen Deibler und Co.: Norddeutsche Schwimmer mit Außenseiterchancen

vom
Aus der Onlineredaktion

Vor vier Jahren blieb Deutschland erstmals seit 1932 im Beckenschwimmen ohne Medaille. In Rio soll es besser laufen.

Hamburg | Der Traum vom olympischen Edelmetall war zum Greifen nahe. Der in Hamburg lebende Schwimmer Steffen Deibler belegte 2012 in London den vierten Platz über 100 Meter Schmetterling. Erst auf den letzten Metern wurde er von Position zwei verdrängt. In Rio de Janeiro wagt der 29-Jährige einen neuen Anlauf. Allzu große Töne spuckt er nicht: „Die Weltspitze ist wahnsinnig eng zusammengerückt. Schon eine weitere Teilnahme an einem olympischen Einzelfinale wäre für mich ein großer Erfolg.“

Der ursprünglich aus Biberach an der Riß stammende Athlet geht über 100 Meter Schmetterling, in der 4 x 100 Meter Freistilstaffel und der 4 x 100 Meter Lagenstaffel an den Start. Die Favoritenrolle reicht er höflich weiter. „In den Staffeln sind viele starke Länder wie Australien und USA dabei. Im Einzel sind Michael Phelps und Chad le Clos die Titelanwärter.“ Deibler ist ein Schwimmer, der vom Startblock gut wegkommt. Nach seiner langen Tauchphase legt er ein ordentliches Tempo hin. Deshalb ist er Weltrekordhalter auf der Kurzbahn über 50 Meter Schmetterling. Leider ist das keine olympische Disziplin.

Für Deibler stehen nun bereits die dritten Olympischen Sommerspiele an. „Ich erlebe Vieles nun bewusster und mit einem reiferen Blick. Ich glaube, ich kann Olympia jetzt noch mehr genießen, weil langsam ein Ende meiner Schwimmkarriere absehbar ist“, erklärt er. Noch hat er nicht entschieden, ob er nach Olympia weitermacht oder nicht. Sein Umwelttechnik-Studium hat er kürzlich abgeschlossen.

Für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) geht es in Rio de Janeiro darum, das Desaster von London vergessen zu machen. Vor vier Jahren blieb Deutschland erstmals seit 1932 im Beckenschwimmen ohne Medaille. Deibler hofft, dass der DSV diesmal besser abschneidet: „Wir haben mit Marco Koch über 200 Meter Brust natürlich ein heißes Eisen im Feuer. Für alle anderen gilt: Erstmal ins Finale kommen. Der Kampf um diese acht Plätze wird auf allen Strecken eng und spannend.“

Jacob Heidtmann holte in Wuppertal mehrere schleswig-holsteinische Landesrekorde über seine Nebenstrecken.
Jacob Heidtmann holte in Wuppertal mehrere schleswig-holsteinische Landesrekorde über seine Nebenstrecken. Foto: dpa/Thissen

Mit diesen Gedanken wird auch Jacob Heidtmann Olympia angehen. Er ist der erste Schüler der Eliteschule des Sports in Dulsberg, der sich für Olympia qualifiziert hat. Ursprünglich stammt der 21-Jährige aus Elmshorn. In Rio schwimmt er die 400 Meter Lagen. Bei der Weltmeisterschaft 2015 landete er immerhin auf Position fünf.

Ebenfalls für den Olympiastützpunkt Hamburg/Schleswig Holstein gehen Jenny Mensing über 200 Meter Rücken sowie 4 x 100 Meter Lagen und Paulina Schmiedel über 4 x 200 Meter Freistil an den Start.

Eine Übersicht über alle Sportler aus Schleswig-Holstein, die nach Rio fahren, finden Sie hier.

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erstellt am 27.Jul.2016 | 11:04 Uhr

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