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Hamburg

03. Dezember 2016 | 05:42 Uhr

Wechsel bei HSH Nordbank : Stefan Ermisch neuer HSH-Nordbank-Chef - Von Oesterreich behält Bezüge

vom

Ermisch wird ab dem 10. Juni die Bank übernehmen. Der jetzige Bankchef Constantin von Oesterreich behält seine Bezüge - die CDU will dafür eine Erklärung von der Finanzministerin.

Hamburg | Der Finanzvorstand und stellvertretende Vorstandsvorsitzende der HSH Nordbank, Stefan Ermisch, übernimmt am 10. Juni die Leitung der Landesbank von Hamburg und Schleswig-Holstein. Der 50-Jährige kenne die HSH Nordbank genau, er sei eine starke Führungspersönlichkeit mit viel Erfahrung im Management von privaten Instituten sowie im Landesbankensektor und habe einen klaren Blick auf die Zukunft, erklärte Aufsichtsratschef Thomas Mirow am Montag. Der Wechsel war bereits seit Ende März bekannt, wurde aber nun offiziell vom Aufsichtsrat vollzogen.

Viele Jahrzehnte lang waren die HSH Nordbank und ihre beiden Vorgängerbanken eine zuverlässige Geldquelle für die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein. Seit der Finanzkrise bereitet die Bank den Ländern nur noch Sorgen. Vor allem die Schifffahrtskrise hat die Bank in die Krise gestürzt.

Bankchef Constantin von Oesterreich (63) lege den Vorstandsvorsitz einvernehmlich zum selben Datum und damit einen Tag nach der Bilanz-Pressekonferenz nieder. Seine bis 2017 laufenden vertraglichen Ansprüche blieben gewahrt, heißt es in einer Mitteilung der HSH Nordbank. Die CDU-Opposition im Kieler Landtag kündigte an, unverzüglich eine Sitzung des Beteiligungsausschusses zu beantragen. Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) „muss erklären, was 500.000 Euro pro Jahr für Nichtstun rechtfertigt“.

Die EU-Kommission hat das Beihilfeverfahren der HSH Nordbank erst am Montag vor einer Woche abgeschlossen und damit formal den Weg zum Verkauf des Instituts freigemacht. Damit seien die Wiedererhöhung der Garantie von 7 auf 10 Milliarden Euro und die Ausplatzierung notleidender Kredite von 8,2 Milliarden Euro zu Marktpreisen nun auch formell genehmigt. Die Kommission habe zudem festgelegt, dass die Bank bis Ende Februar 2018 privatisiert werden muss. Diese schwierige Aufgabe soll Ermisch maßgeblich übernehmen.

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erstellt am 09.Mai.2016 | 18:56 Uhr

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