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Hamburg

06. Dezember 2016 | 15:08 Uhr

Milchglas statt Fliese : Stationen der Hamburger S-Bahn: Die bunten Kacheln kommen runter

vom
Aus der Onlineredaktion

Hell und sympathisch sollen sie werden, die unterirdischen Haltestellen der S-Bahn. Die ersten Kacheln sind gefallen.

Hamburg | Orange, Dunkelblau -– oder Karamellbonbon: Die Wände der unterirdischen Hamburger S-Bahnstationen sind ungewollte Flecken einer dunklen Farblichkeit. Was in den 1970er Jahren der letzte Schrei war, soll nun weg. Entlang der Linien S1 und S3 zwischen Altona und Hauptbahnhof werden ab sofort etappenweise die nicht mehr ganz so glänzenden Kacheln von den Wänden der unterirdischen Haltestellen gehauen. Die optische Modernisierung hängt wohl auch damit zusammen, dass vor zehn Jahren die Deckenverkleidungen aus Brandschutzgründen entfernt, aber seither nur zaghaft ersetzt wurden.

Am Jungfernstieg hat man Anfang der Woche bereits mit der Enthäutung der 40 Jahre unberührten Innenwände und Säulen begonnen. Die Zugänge zur Europapassage/Jungfernstieg werden je nach Baufortschritt wechselseitig gesperrt, heißt es von „Nahverkehr Hamburg“.

Laut Bericht der „Mopo“ wird die Bahn im Zentrum der Hansestadt zehn Tunnel-Stationen bis 2020 umdekorieren. Insgesamt 48 Millionen Euro soll die Investition kosten. Welche Art der Gestaltung sie für die Stationen der Zukunft auserkoren hat, ist derzeit noch geheim. Am Jungfernstieg jedenfalls sollen die früheren Kachelwände und Decken mit Milchglas vertäfelt werden. Insgesamt wolle man in allen Stationen durch helleres Erscheinungsbild ein angenehmeres Raumklima schaffen, so die Bahn.

„Aus dem Programm Zukunft Bahn erhalten wir Finanzmittel, um über die routinemäßigen Reinigungs- und Instandhaltungsmaßnahmen hinaus vor allem unsere hochfrequenten Bahnhöfe für unsere Kunden noch attraktiver zu machen“, wird Michael Dominidiato, der Leiter des Bahnhofsmanagements Hamburg vom „Hamburger Abendblatt“ zitiert. Welcher Station als nächstes die Schönheitskur gegönnt wird, wurde noch nicht bekannt.

Diese zehn Stationen sind Teil des Erneuerungs-Programmes (Linien S1 & S3)

Königstraße
Reeperbahn
Landungsbrücken
Stadthausbrücke
Jungfernstieg
Harburg
Harburg Rathaus
Heimfeld
Hauptbahnhof
Altona

Überdies sollen mit der Modernisierung auch technische Neuerungen einhergehen. Unter anderem werden die Rolltreppen in Zukunft auf elektronischem Wege der Zentrale melden, wenn sie außer Funktion sind. Die defekten Uhren sollen repariert werden.

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erstellt am 17.Aug.2016 | 15:19 Uhr

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