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Hamburg

03. Dezember 2016 | 14:50 Uhr

Erste Probefahrt : So sieht die neue Hamburger S-Bahn aus

vom

Die neuen Züge sollen Ende 2018 in Betrieb gehen. Ein Novum sind zum Beispiel durchgängige Wagen.

Hamburg | Die Zukunft hält Einfahrt: Seit Dienstag rollt ein Prototyp der kommenden S-Bahn-Generation ET 490 über Hamburgs Schienen. „Heute beginnt der Einsatz des energiesparenden Neufahrzeuges im Rahmen von ausgiebigen Testfahrten“, sagte Kay Uwe Arnecke, Geschäftsführer der S-Bahn Hamburg, bei der Vorstellung der Baureihe im Werk Ohlsdorf.

Einsteigen dürfen zunächst nur Techniker. Erst nach einer ausgiebigen Probephase und der Zulassung folgt in rund einem Jahr der Betrieb mit Passagieren. 60 Exemplare des ET 490 hat die S-Bahn bei Bombardier in Hennigsdorf geordert. Es handelt sich um eine Sonderanfertigung eigens für das Schienennetz im Großraum Hamburg. Der Neue bietet ein Bündel an Verbesserungen, die das S-Bahnfahren in der Metropolregion ab 2017/2018 angenehmer und sparsamer machen soll. Die Kosten dafür betragen nach Angaben der S-Bahn Hamburg GmbH insgesamt 450 Millionen Euro.

Die neue S-Bahn von außen:

<p>Ein nigelnagelneuer Zug vom Typ im S-Bahn-Werk in Hamburg Ohlsdorf. </p>

Ein nigelnagelneuer Zug vom Typ im S-Bahn-Werk in Hamburg Ohlsdorf.

Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Die neue S-Bahn von innen:

<p>Techniker Rolf Möllenhoff kontrolliert die Lautsprecheranlage in einem neuen Wagen der S-Bahn.</p>

Techniker Rolf Möllenhoff kontrolliert die Lautsprecheranlage in einem neuen Wagen der S-Bahn.

Foto: Daniel Bockwoldt/dpa
 

Blick ins Cockpit des neuen Fahrzeugtyps:

<p>Projektleiter Martin Weber im Führerhaus einer neuen S-Bahn.</p>

Projektleiter Martin Weber im Führerhaus einer neuen S-Bahn.

Foto: dpa

Die wichtigsten Neuerungen der S-Bahn:

  • Der 66 Meter lange Zug mit seinen drei Wagen ist durchgängig begehbar. Das soll die gefühlte Sicherheit der Fahrgäste erhöhen und für eine gleichmäßigere Verteilung sorgen.
  • Hinter den Führerständen ist mehr Platz für Rollstuhlfahrer, Gepäck und Kinderwagen.
  • An den Eingangstüren gibt es eine beleuchtete Trittkante, der Türknopf gibt einen Findeton von sich 
  • Die Sitze haben hochklappbare Armlehnen. 
  • Die neuartige Klimaanlage arbeitet mit energiesparenden Wärmepumpen 
  • Ein modernes Monitor-Infosystem bietet Fahrgast-TV und Stations-Anzeigen in Form einer Perlenschnur
  • Außen sind die Züge wie gehabt in S-Bahn-Rot lackiert, die Triebwagenschnauze ist aber deutlich schnittiger. Hingucker ist außer den LED-Leuchtreihen die silberne Einfassung der Frontfenster. Sie bildet ein großes H - für Hamburg.

Der ET 490 löst die älteste Baureihe ET 472 auf der Linie S21 (Hamburg-Aumühle) ab, ist aber auch für andere Strecken vorgesehen. So auch für die geplanten Linien S 21 (Hamburg-Kaltenkirchen) und S 4 (Hamburg-Bad Oldesloe). Von den 60 Neubestellungen sind etwa 30 Zweisystemfahrzeuge, die außerhalb der Stadt auch mit Wechselstrom fahren können, etwa auf der S 3 nach Stade. Zugleich lässt die S-Bahn die 112 Fahrzeuge der Baureihe 474 mit Wagenübergängen und modernem Infosystem ausstatten. Für die große Frischzellenkur des Fuhrparks sei es höchste Eisenbahn, befand Verkehrsstaatsrat Andreas Rieckhof: „Im S-Bahn-Netz ist eine Modernisierung und Ausweitung des Fahrzeugparks dringend erforderlich.“

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erstellt am 11.Okt.2016 | 17:30 Uhr

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